Was die Verbraucherzentralen ratenNeuer Nahrungsergänzungsmittel-Trend kann gefährlich werden

Immer mehr Menschen kaufen Arznei- oder Nahrungsergänzungsmittel online.
Was zunächst positiv klingt, kann auch problematisch sein.
Vanessa Reiber/dpa

Zweiter Blick lohnt sich!
Bei Nahrungsergänzungsmitteln findet man oft Aussagen wie „höhere Bioverfügbarkeit” oder „besonders bioverfügbar”. Damit soll der Körper die Nährstoffe besonders gut aufnehmen. Was sich auf den ersten Blick positiv anhört, kann sich sogar als Gefahr entpuppen, sagen Experten. Worauf Verbraucher achten sollten.

Falsch eingenommen, können sie der Gesundheit schaden

Laut einer Umfrage nimmt jeder zweite Erwachsene in Deutschland regelmäßig oder zumindest ab und zu Nahrungsergänzungsmittel. Bei Nahrungsergänzungsmitteln, die mit einer hohen Bioverfügbarkeit beworben werden, können die Nährstoffe höher oder konzentrierter sein, als in Lebensmitteln. Doch das kann unter Umständen richtig gefährlich werden.

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Denn: Besser bioverfügbar heiße laut Verbraucherzentralen nicht automatisch besser für die Gesundheit. Stoffe, die die Aufnahme im Körper erhöhen – sogenannte Bio-Enhancer – können zwar Nährstoffe stärker wirken lassen, aber auch Medikamente beeinflussen oder Nebenwirkungen verstärken.

Video-Tipp: So gefährlich können Nahrungsergänzungsmittel werden

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Verbraucherzentralen warnen vor Täuschung

Verbraucherzentralen sensibilisieren dafür, solche Produkte mit Vorsicht zu genießen: „Werbung mit Aussagen wie ‘besonders hohe Bioverfügbarkeit’ sollte man kritisch sehen”, heißt es in einer Pressemitteilung. Das Landgericht Duisburg hat entschieden, dass solche Aussagen Verbraucher täuschen können, wenn sie nicht offiziell erlaubt sind. In dem Fall durfte eine Firma nicht mehr damit werben, dass ihr Produkt eine deutlich höhere Bioverfügbarkeit habe als andere.

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Heißt: Die beworbenen Nährstoffe müssen im Produkt so enthalten sein, dass der Körper sie auch aufnehmen kann. (sbo)

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Verwendete Quellen: Verbraucherzentrale