Ab diesem Moment ist Vorsicht gebotenMehr Schaden als Nutzen! Wann Ventilatoren bei Hitze gefährlich werden

Während einer Hitzewelle kommt dieser Moment schneller, als man denkt!
Bei großer Hitze setzen viele Menschen auf Ventilatoren. Doch die Kühlgeräte können ab einem bestimmten Punkt mehr Gefahr als Linderung bringen. Wir verraten euch, wann ihr lieber auf den Aus-Knopf drücken solltet.
Bei Hitze kommen auch Ventilatoren an ihre Grenzen
Ventilatoren kühlen uns herunter, indem sie die warme Luft, die sich unmittelbar an unserem Körper befindet, wegtragen und sie durch kühlere Umgebungsluft ersetzen. Während der aktuellen Hitzewelle nähern sich die Umgebungstemperaturen aber selbst in Räumen immer mehr der für Menschen normalen Körpertemperatur von rund 35 bis 37 Grad. Ist dieser Punkt erreicht und Umgebungs- und Körpertemperatur sind gleich bzw. ist die Körpertemperatur niedriger als die der Umgebung, kann der Ventilator seinen Zweck bald nicht mehr erfüllen – jedenfalls bei denjenigen Menschen, die wenig bis gar nicht schwitzen.
Denn durch die Schweißbildung des Menschen kann der Ventilator unter Umständen auch bei hoher Umgebungstemperatur noch wirken. Dann kommt nämlich der Effekt der Verdunstungskühlung ins Spiel. Schwitzt ihr nun aber nicht, besteht bei hohen Lufttemperaturen die Gefahr, dass ein Ventilator den Körper statt zu kühlen sogar noch zusätzlich erhitzt, indem er einfach nur zu warme Luft auf den Körper bläst.
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Wie lange genau ein Ventilator Wirkung hat, hängt laut GEO-Magazin von mehreren Faktoren ab – unter anderem von der Luftfeuchtigkeit. Bei hoher Luftfeuchtigkeit etwa verdunstet Schweiß schlecht, weil die Luft schon viel Wasserdampf enthält. Hier kann ein Ventilator helfen, indem er die feuchte Luft, die den Körper unmittelbar umgibt, wegbläst und durch etwas trockenere Luft ersetzt. Dadurch kann wieder mehr Schweiß verdunsten und die Kühlung verbessert sich. Bei sehr trockener Luft hingegen verdunstet Schweiß auch ohne Ventilator sehr gut. Dadurch kühlt der Körper sich bereits selbst. Ein Ventilator kann die Verdunstung dann nur noch wenig verbessern, bläst aber gleichzeitig die sehr heiße Luft auf die Haut. Deshalb kann sein Nutzen gering oder sogar nachteilig sein.
Warum Ventilatoren Babys und älteren Menschen besonders gefährlich werden können
Das Gute: Die meisten Menschen merken intuitiv, wenn der Ventilator nicht mehr seinen Zweck erfüllt, ihnen hingegen sogar Schlechtes tut. Doch gerade Babys und ältere Menschen sind gefährdet, von einem Ventilator überhitzt zu werden.
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Der Grund: „Mit zunehmendem Alter sinken unsere Körper- und Hauttemperatur. Wir schwitzen auch später und produzieren weniger Schweiß. Das bedeutet, dass die Temperatur, ab der ein Ventilator uns bei einer bestimmten Luftfeuchtigkeit erwärmt, mit dem Alter abnimmt”, erklärt der New Scientist. Bei Babys wiederum besteht die Gefahr laut GEO-Magazin hauptsächlich darin, dass sie den Ventilator nicht selbstständig ausschalten können, wenn er sie nicht mehr kühlt. Ein Aspekt, den man auch bei mobilitätseingeschränken Erwachsenen nicht vergessen sollte.
Verwendete Quelle: New Scientist, GEO


