„Überraschendstes Ergebnis” bei Stiftung WarentestKlarer Geschmackssieger! Dieser Ketchup hängt alle anderen ab

Ketchup wird auf Pommes verteilt.
Welcher Ketchup ist Geschmackssieger?
picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow

Pommes + Ketchup = gute Laune!
Aber nur, wenn bei den Inhaltsstoffen alles okay ist. Das ist leider nicht immer der Fall, wie Stiftung Warentest jetzt im aktuellen Vergleich feststellt. Ein Ketchup schlägt dafür sogar den Marktführer im Geschmackstest.

Diesen Ketchup mag Warentest am meisten

23 Tomatenketchups kaufte Stiftung Warentest ein, darunter fünf Produkte, die speziell für Kinder vermarktet werden. Im Labor wurde gecheckt, wie viel Salz und Zucker enthalten ist, wie viele Tomaten drinstecken und welche Qualität diese haben und natürlich, ob es Probleme wegen Schadstoffen gibt. In der Sensorikprüfung untersuchte ein Expertenteam Geruch und Geschmack.

Nur einer schaffte in Sachen Geschmack die Note Eins – laut dem Magazin das „überraschendste Ergebnis” des Tests: Der Ketchup von Born, einer über 200 Jahre alten Marke aus Erfurt. Er schmeckte als einziger „intensiv fruchtig-frisch nach Tomaten”, so Ina Bockholt, Stiftung-Warentest-Expertin für Ernährung. Außerdem sei er nicht so süß.

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Zu viel Zucker, zu viel Schimmelpilzgifte

Beim Marktführer Heinz sieht das anders aus: Der klassische Tomato Ketchup enthält 26,6 Gramm Zucker pro 100 Milliliter. Das heißt, ein einziger Esslöffel davon deckt bereits elf Prozent der maximalen Tagesmenge an Zucker ab, die die WHO bei Vorschulkindern noch für akzeptabel hält.

Viel alarmierender sind allerdings die Ergebnisse beim Ketchup von Felix, laut Angaben des Herstellers die Nummer eins auf dem österreichischen Markt. Das Labor stellte hier eine starke Belastung durch Schimmelpilzgifte, sogenannten Alternaria-Toxinen, fest. Sie können etwa entstehen, wenn Tomaten zu spät geerntet oder feucht gelagert werden.

„Diese Gifte ähneln strukturell Verbindungen, die als krebserregend bekannt sind”, erklärt Bockholt. Es sei noch nicht genau erforscht, wie gefährlich sie wirklich für den Menschen sind. Aus Sicht von Stiftung Warentest ist die hohe Belastung aber ein „Zeichen für schlechte Qualität”. Die Konsequenz: „Mangelhaft” im Schadstoffurteil.

Insgesamt waren zwölf Ketchups „gut”, die meisten anderen nur „befriedigend” oder „ausreichend”.

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