Mehr Privatsphäre im MessengerWhatsApp führt Nutzung ohne Telefonnummer ein

Polizei warnt vor Betrugsmasche
WhatsApp bekommt ein Feature, das viele schon lange fordern.
Ritchie B. Tongo/EPA FILE/dpa

WhatsApp reagiert auf Forderungen seiner Nutzer.
Der Messenger kann künftig auch ohne Handynummer verwendet werden. Statt der Telefonnummer dient ein Benutzername als Kontakt-ID – ähnlich wie bei Telegram oder Instagram. Das Update wird bereits verteilt, doch noch nicht jeder Nutzer hat Zugriff auf die neue Funktion.

Benutzername statt Handynummer

WhatsApp führt ein neues System ein, das für mehr Privatsphäre sorgt: Künftig können Nutzer über einen eindeutigen Benutzernamen gefunden und angeschrieben werden – die Telefonnummer bleibt dabei verborgen. Das ist besonders praktisch für Gruppen oder neue Kontakte, bei denen die eigene Nummer bisher automatisch sichtbar war.

So funktioniert die Namensvergabe

Bei der neuen Namensfunktion von WhatsApp dürfen Nutzer ihren Benutzernamen frei wählen – allerdings mit klaren Vorgaben. Er muss zwischen 3 und 35 Zeichen lang sein und darf nur Kleinbuchstaben, Zahlen, Punkte oder Unterstriche enthalten. Sonderzeichen und Großbuchstaben sind tabu.

Wer mehr Sicherheit möchte, aktiviert zusätzlich den Username-Key: einen vierstelligen Code, den nur vertraute Kontakte kennen müssen, um Nachrichten senden zu können.

Hinter dem neuen Feature steht Meta, der Mutterkonzern von WhatsApp. Langfristig sollen die Benutzernamen auch mit Instagram und Facebook verknüpft werden – so entsteht eine einheitliche Identität über alle Meta-Plattformen.

Das klingt bequem, wirft aber neue Datenschutzfragen auf. Mit dem Schritt folgt WhatsApp dem Beispiel von Telegram und Signal, die schon länger auf Namen statt Telefonnummern setzen – und öffnet sich damit einer moderneren, plattformübergreifenden Kommunikation.

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WhatsApp funktioniert längst nicht mehr nur mit Handyvertrag. Wer möchte, kann die App einfach über eine Festnetznummer einrichten – der Bestätigungscode wird dann per Anruf geliefert, statt per SMS.

Noch flexibler sind virtuelle Telefonnummern, die online bereitgestellt werden, sofern der Anbieter vertrauenswürdig und datenschutzkonform ist. Und mit dem Companion Mode läuft WhatsApp gleichzeitig auf Smartphone, Tablet und PC – rundum synchron und ganz ohne Nummern‑Durcheinander.

Die Nutzung ohne Telefonnummer bringt mehr Anonymität, verlangt jedoch Aufmerksamkeit beim Datenschutz. Virtuelle Nummern können etwa mehrfach vergeben werden, was den Zugriff auf Konten erschwert. Meta empfiehlt daher Zwei-Faktor-Authentifizierung und regelmäßige Backups.

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WhatsApp wird unabhängiger

Die neue Kombination aus Benutzernamen und Multi-Device-Funktion zeigt Richtung Zukunft: WhatsApp könnte sich von der SIM-Karte lösen und als universelle Kommunikationsplattform etablieren – flexibel, geräteübergreifend und datensparsam.

Für Nutzer heißt das: mehr Freiheit, aber auch mehr Verantwortung, die eigenen Sicherheits- und Datenschutzoptionen im Blick zu behalten.

Verwendete Quellen: Wabetainfo