Weg mit dem FettFrischer Kopf gefällig? Das sind die Trockenshampoo-Lieblinge von Öko-Test

Frau wendet Trockenshampoo an
Viele Trockenshampoos – auch günstige – sind empfehlenswert
RTL

Och nö, jetzt ist der Ansatz schon wieder fettig!
Wenn keine Zeit für eine komplette Haarwäsche bleibt, sollen Trockenshampoos Abhilfe schaffen. Aber was genau sprühen wir uns da eigentlich auf den Kopf? Öko-Test hat’s überprüft.

Saubere Sache bei den Testsiegern

Insgesamt wurden 26 Trockenshampoos unter die Lupe genommen – gekauft in Drogerien, Supermärkten, Discountern und im Kosmetikgeschäft. Das Labor achtete dabei vor allem auf problematische Substanzen wie allergene Duftstoffe, Schwermetalle und umstrittene Mineralien, aber auch auf Kunststoffe, die die Umwelt unnötig belasten.

Das Ergebnis fällt insgesamt überraschend positiv aus: Der Großteil der getesteten Trockenshampoos schneidet mit „sehr gut“ oder „gut“ ab, auch viele günstige. Zu den Testsiegern gehören unter anderem das Got2b Trockenshampoo Extra Volumen von Henkel (3,99 pro 200 ml), das Balea Soft Cotton Shampoo von dm (1,95 Euro pro 200 ml) und das Isana Trockenshampoo, jedes Haar von Rossmann (1,99 Euro pro 200 ml).

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Diese Trockenshampoos kritisiert Öko-Test

Insgesamt drei Produkte sind nur „befriedigend”, so zum Beispiel das Monday Trockenshampoo von Zuru Germany (4,49 Euro pro 200 ml) und das Alterra Trockenshampoo Bio-Zitronengras von Rossmann (3,99 Euro pro 200 ml). Sie enthalten Talkum als Bindemittel für den Anti-Fett-Effekt, das die Internationale Agentur für Krebsforschung als wahrscheinlich krebserregend ansieht. Eine entsprechende Einstufung wird derzeit auch von der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) diskutiert – der Stoff würde dann in Kosmetik verboten werden. Öko-Test wertet Talkum deshalb „aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes grundsätzlich ab”.

Schlusslicht des Tests ist das Alverde Trockenshampoo von dm (in Pulverform, 2,95 Euro pro 20 Gramm), das es nur auf „ausreichend” schafft. Hier fand das Labor die Schwermetalle Arsen und Nickel, die wahrscheinlich aus der enthaltenen Tonerde stammen. Das Bundesamt (BVL) für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat für Arsen eine technisch vermeidbaren Wert veröffentlicht, den das Produkt laut Öko-Test übersteigt.

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Das bedeutet zwar nicht automatisch ein Gesundheitsrisiko für die Verbraucherinnen und Verbraucher”, so das Magazin. „Laut BVL zeigen Überschreitungen eines Orientierungswertes aber, dass die Hersteller mehr tun könnten, um die Menge an potenziell gesundheitsgefährdenden Stoffen in ihren Produkten zu reduzieren.” Hersteller dm erklärte, die gemessenen Gehalte seien technisch unvermeidbar und unbedenklich.