Zweiter Vorfall innerhalb von acht TagenUnbekannte schießen erneut auf Uhrengeschäft in Kölner Innenstadt

von Rogatus Skanta

In der Kölner Innenstadt ist erneut auf ein Uhrengeschäft geschossen worden – zum zweiten Mal innerhalb von nur acht Tagen. Anwohner hörten in der Nacht zum Mittwoch (12.08.) gegen 04 Uhr Schüsse und alarmierten die Polizei. Vor Ort entdeckten die Beamten mehrere Einschusslöcher in der Fassade und im Schaufenster sowie Patronenhülsen. Nun sucht die Polizei nach Zeugen, die in der Nacht verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben. Beute machten die Täter offenbar nicht

Zweiter Angriff auf dasselbe Geschäft

Bereits am 5. August war das Uhrengeschäft Ziel eines ähnlichen Angriffs geworden. Damals entdeckte ein Mitarbeiter beim Aufschließen mehrere Einschusslöcher in der Eingangstür. Wer hinter den Schüssen steckt und warum das Geschäft innerhalb weniger Tage zweimal beschossen wurde, ist bislang völlig unklar. Die Kriminalpolizei prüft jetzt einen Zusammenhang.

Schüsse, Explosionen und weitere Angriffe in Köln

In den vergangenen Monaten haben in Köln immer wieder gewaltsame Vorfälle für Polizeieinsätze gesorgt. Am 31. Mai explodierte in der Innenstadt ein Sprengsatz vor einer Cocktailbar. Mehrere Verdächtige sollen anschließend geflüchtet sein. Ein Bewohner des Hauses erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung. Im Stadtteil Raderberg wurde im Juni eine Eisdiele innerhalb weniger Tage zweimal angegriffen. Anfang August eskalierte zudem ein Streit zwischen mehreren Menschen in Köln-Mülheim. Vier Personen wurden verletzt – zwei durch Schüsse und zwei durch Messerstiche. Mehrere Menschen wurden zunächst vorläufig festgenommen, sind inzwischen aber wieder auf freiem Fuß.

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Polizei hofft auf Hinweise von Zeugen

Hinweise darauf, dass der aktuelle Fall mit den anderen Taten zusammenhängt, gibt es bislang nicht. Schon im Juni hatte die Polizei erklärt, bei damaligen Explosionen und Schüssen in Köln nicht von einer gemeinsamen Serie mit denselben Tätern auszugehen. Auch Hinweise auf einen Hintergrund im Bereich der Clan- oder Rockerkriminalität liegen im aktuellen Fall bislang nicht vor. Warum ausgerechnet das Uhrengeschäft erneut ins Visier genommen wurde, ist weiterhin offen. Die Ermittler hoffen nun vor allem auf Hinweise aus der Bevölkerung. Entscheidend könnten Beobachtungen zu verdächtigen Personen oder möglichen Fluchtfahrzeugen in der Tatnacht sein.