„Die Prävention im Herzen”110 Prozent Gefühl! Polizei setzt auf Schlager im Kampf gegen Kriminalität

von Felix Breiner und Johanna Werning

Mit Schlager gegen Verbrechen?
Die Polizei Wiesbaden geht genau diesen Weg – und trifft damit auf Social Media einen Nerv. Ihre Videos sorgen für überraschend viel Begeisterung.

„Wann gibt es Tour Daten?” Polizei-Schlager wird zum Instagram-Hit

Über Zehntausende Likes – und das mit Themen, die sonst eher trocken daherkommen. Die Polizei Wiesbaden sorgt aktuell mit ungewöhnlichen Social-Media-Ideen für Aufmerksamkeit. Statt klassischer Warnhinweise gibt’s hier Schlager-Songs über Straftaten wie Enkeltrickbetrug oder Einbruch oder Parodien über den Polizeialltag.

Der Erfolg überrascht selbst die Macher, erklärt Peter Schulz von der Polizei. „Wenn es uns gefällt und wir finden es gut, dann hoffen wir auch, dass es in der Bevölkerung irgendwie Anklang findet natürlich. In dem Fall war das Echo aber doch noch größer, als wir es uns hätten erträumen lassen … da kam durchweg positives Feedback.“ Rund 87.000 Follower hat die Polizei auf Instagram. „Wann gibt es Tour Daten?” und „10/10! Tolle Leistung vom Socialmediateam”, heißt es unter anderem in den Kommentaren.

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Prävention mit Ohrwurm-Garantie

Hinter den lustigen Clips steckt allerdings ein klares Ziel. Die Polizei Wiesbaden will informieren – aber anders als gewohnt. Ihre Mission: „Langweilige Themen vielleicht anders rüberbringen, so dass sie einen ganz neuen Mantel bekommen. Und dann so an den Mann, an die Frau gebracht werden, dass sie dann im Kopf bleiben.”

Doch die kreative Arbeit endet nicht bei Musikvideos. Die Social-Media-Redaktion zeigt auch den echten Polizeialltag. Dafür begleiten sie Einsätze oder fahren bei Streifen mit. Mit den Einblicken wollen sie Vertrauen schaffen, so Schulz. „Wir sind sichtbar, ansprechbar und auch sympathisch. Vielleicht auch nahbar, so dass die Leute sich gerne an uns wenden, weil wir wollen im Endeffekt den Menschen helfen und auch Sicherheit vermitteln. Und das nicht nur auf der Straße, sondern auch im digitalen Raum.”

Verwendete Quellen: Instagram und eigene RTL-Recherche