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Zweite Alarmstufe ausgerufen: So kann jeder Gas sparen

Zweite Alarmstufe ausgerufen: So kann jeder Gas sparen

Zweite Alarmstufe ausgerufen: So kann jeder Gas sparen
Auch beim Duschen lässt sich effektiv Gas einsparen.
Merla/Shutterstock, SpotOn

"Wir sind in einer Gaskrise"

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (52, Bündnis 90/Die Grünen) hat am Donnerstag die zweite Eskalationsstufe im Notfallplan Gas ausgerufen. Grund sei die gefährdete Versorgungslage in Deutschland aufgrund der beschränkten Lieferungen aus Russland. "Wir sind in einer Gaskrise. Gas ist von nun an ein knappes Gut", erklärte Habeck. An die Verbraucher appellierte Habeck, in ihren Privathaushalten den Gasverbrauch zu reduzieren. Doch wie können die Bürger im Alltag überhaupt Gas einsparen?

Derzeit sind die Gasspeicher in Deutschland mit mehr als 50 Prozent gefüllt, deswegen droht akut noch kein Mangel. Habeck wurde aber bereits in den vergangenen Tagen nicht müde zu erklären, dass die momentanen Vorräte im Hinblick auf den kommenden Winter nicht ausreichen werden. Man müsse aber jetzt im Sommer Gas sparen, damit diese Speicher einigermaßen gefüllt bleiben.

In Küche und Bad Gas sparen

Vor allem diejenigen Bürger, die ihr Warmwasser über Gasthermen oder Gasboiler erhitzen, können aktiv ihren Verbrauch massiv minimieren. Das spart Ressourcen und ist überdies noch günstiger. Am effektivsten: Warmwasser einsparen wo es nur geht. Das gelingt bereits in der Küche, wenn man zum Beispiel sein Nudel- oder Teewasser nicht bereits warm aus der Leitung bezieht, um Zeit zu sparen, sondern es komplett extern erhitzt. Am schnellsten und effektivsten geht das in aller Regel mit Wasserkochern, ansonsten gilt immer: Deckel auf den Topf!

Beim Duschen helfen unter anderem Sparduschköpfe, die mehr als 50 Prozent des Wasserverbrauchs drosseln können. Die Duschzeit und die Wassertemperatur beim Duschen haben einen direkten Einfluss auf den Gasverbrauch. Wie der "Bayerische Rundfunk" auf seinem Webportal vorrechnet, bringt eine Reduktion der Duschdauer von acht auf sechs Minuten, kombiniert mit einem Sparduschkopf und einer reduzierten Wassertemperatur von 38 auf 36 Grad eine Ersparnis von knapp 200 Euro im Jahr.

Weitere Möglichkeiten des Sparens sind die Wasserspeicher auf fixe Zeiten zu programmieren. So braucht man vor allem nachts oder bei längeren Abwesenheiten nicht das Wasser auf Temperatur zu halten. In Mehrfamilienhäusern, in denen die Warmwasserversorgung zentral für das ganze Haus geregelt wird, sind die Hauseigentümer in der Verantwortung, die Heizzeiten möglicherweise neu anzupassen. Auch mit einer Reduzierung der Temperatur des Wassers in den Speichern kann man Gas einsparen. Aber mit Bedacht: Unter 55 Grad in den Speichern droht die Ausbreitung von Legionellen.

Stromsparen ist Gassparen

Wer nicht direkt bei Warmwasser, Heizung oder Herd mit Gas versorgt wird, kann ebenfalls mithelfen. Denn, was viele nicht wissen: Stromsparen ist Gassparen! Zwar wächst im deutschen Energiemix die Quote der erneuerbaren Energien stetig, mehr als 10 Prozent des deutschen Stroms kommen jedoch aus der sogenannten Gasverstromung. Heißt: Klassische Energietipps wie Lichtausschalten, elektrische Geräte nicht auf Stand-by belassen oder die Eco-Modi von Wasch- und Spülmaschinen benutzen helfen ebenfalls, den Gesamt-Gasverbrauch in Deutschland zu drosseln.

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