Das Nashorn-Weibchen hatte schon vor fünf Jahren einmal die Milch verweigert

Mutter verweigert die Milch: Zoo schläfert Nashorn-Baby schweren Herzens ein

Bei "Kibo" verweigerte das Nashorn-Weibchen schon einmal die Milch. Damals gelang es aber, das Tier per Flasche zu ernähren.
Bei "Kibo" verweigerte das Nashorn-Weibchen schon einmal die Milch. Damals gelang es aber, das Tier per Flasche zu ernähren.
© picture alliance, dpa, Karl-Josef Hildenbrand

14. Oktober 2021 - 10:47 Uhr

Entscheidung nur einen Tag nach der Geburt

Nicht nur für die Tierpfleger des Augsburger Zoos ist es eine tief traurige Geschichte. Nashorn-Weibchen "Kibibi" verweigert ihrem eh schon geschwächten Baby die Milch. Die Verantwortlichen sehen nur einen Tag nach der Geburt keine andere Möglichkeit, als das Tier einschläfern zu lassen. Denn offensichtlich ist auch eine Ernährung über die Flasche nicht möglich.

Geschwächtem Nashorn-Baby sollte weiteres Leid erspart bleiben

Weil die Mutter ihm keine Milch geben wollte, hat der Augsburger Zoo ein Nashorn-Baby einen Tag nach der Geburt einschläfern lassen. "Trotz intensiver Bemühungen der Pfleger und der betreuenden Tierärzte war es nicht möglich, dem Kalb den Zugang zur Milchquelle zu ermöglichen", teilte der Zoo am Dienstag mit. Weil das Jungtier am Freitagabend sehr geschwächt gewesen sei, habe der Tierpark "schweren Herzens" entschieden, den Nashorn-Nachwuchs einzuschläfern, "um ihm weiteres Leiden zu ersparen".

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Warum war eine Flaschenernährung nicht möglich?

Der Zoo war nach eigenen Angaben am Donnerstag von der Geburt des Nashorn-Babys überrascht worden. Zuvor hätten Hormonuntersuchungen bei der Mutter "Kibibi" keinen Hinweis darauf gegeben, dass diese schwanger sein könnte. Das Weibchen hatte schon nach der Geburt des Bullen "Kibo" vor fünf Jahren die Milch verweigert, Tierpfleger hatten den Bullen deshalb mit der Flasche großgezogen. Warum das dieses Mal nicht möglich war, blieb zunächst unklar. (dpa/ija)