Spektakulärer Abwurf

WM-Fiasko! Deutscher Reiter stürzt in seinen "peinlichsten Moment"

Sport Bilder des Tages HERNING - ECCO FEI World Championships 2022, HERNING - ECCO FEI World Championships 2022 THIEME Andre GER, DSP Chakaria FEI World Jumping Championship - Individual - Second Competition - Round 2 Agria FEI World Jumping Champion
Andre Thieme stürzt bei der WM 2022.
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Der deutsche Sprinreiter André Thieme (47) stürzt ausgerechnet bei der WM in seine größte Peinlichkeit. Nach dem Sturz von Pferd Chakaria will er eigentlich nur noch im Boden versinken. Eine Medaille gibt es für die deutsche Equipe nicht, dafür erfüllt sich ein anderer Traum.

"Dermaßen eine unter den Arsch gekriegt"

André Thieme schien den Tränen nahe. Immer wieder drehte er den Kopf zur Seite und wischte sich mit der Hand über das Gesicht. "Das ist wahrscheinlich der peinlichste Moment in meinem Leben", sagte der Europameister der Springreiter nach seinem WM-Fiasko von Herning offen. Auf der Tribüne saßen seine eigens angereisten Fußballkumpels in einheitlichen "Team Thieme"-Shirts, auch sie fassungslos und frustriert.

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Als dritter deutscher Reiter war Thieme mit Chakaria, einem der weltbesten Springpferde, im Nationenpreis in den Parcours gegangen. Die deutsche Equipe lag zu dem Zeitpunkt auf Platz drei, Silber war durchaus noch möglich, aber dann kam dieser verdammte blaue Oxer. "Die Stute ist einfach in die Luft gegangen und hat einen abnormalen Sprung gemacht", sagte Thieme: "Ich hab bei der Landung dermaßen eine unter den Arsch gekriegt, und dann lag ich auch schon unten. Das ging so schnell, ich hab das gar nicht richtig mitgekriegt."

Selbst Bundestrainer ist überrascht

Bundestrainer Otto Becker versuchte, das Geschehen irgendwie einzuordnen. Doch so etwas auch er kaum erlebt. "Das war eine Nummer, die eigentlich fast nie passiert", sagte der 63-Jährige mit ebenfalls viel Frust im Gesicht: "Aber nun gut, jetzt ist es halt passiert, und leider ist es uns passiert." Immerhin durfte sich Becker darüber freuen, dass seine Equipe mit Platz fünf die direkte Qualifikation für die Olympischen Spiele 2024 in Paris sicherstellte. Es war das Minimalziel der Deutschen Reiterlichen Vereinigung.

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Nun also bleiben Becker zwei Jahre, um eine Equipe zu formen, die in Paris im Wettstreit um die Medaillen und vielleicht sogar um das erste deutsche Olympiagold seit 2000 in Sydney mitmischen kann. Aus dem WM-Team von Herning empfahl sich die Hamburgerin Jana Wargers mit ihrem 13-jährigen Hengst Limbridge für höhere Aufgaben. Die WM-Debütantin war nach Zeitspringen und Nationenpreis die beste Deutsche - erstaunlich bei so erfahrenen Teamkollegen wie Thieme, Christian Ahlmann und dem dreimaligen Weltcupsieger Marcus Ehning. (msc/sid)