DFB provoziert eine Geldstrafe der FIFA

Nun ist es bestätigt: Kein Spieler nimmt an der Pressekonferenz vor dem Spanien-Spiel teil

So will Flick Spanien schlagen Vor Kracher-Duell
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Vor Kracher-Duell
So will Flick Spanien schlagen

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Wieder lehnt sich der DFB gegen die FIFA auf! Doch diesmal dürfte das Echo bei weitem nicht so groß sein wie nach dem Verbot der „One Love“-Kapitänsbinde und der daraufhin initiierten Protestaktion beim Mannschaftsfoto vor dem WM-Spiel gegen Japan. Doch auch dieses Mal sendet der Deutsche Fußball-Bund ein klares Zeichen an den Weltverband: Wir machen nicht alles mit!

Nun drohen Konsequenzen von Seiten der FIFA

Streitpunkt ist diesmal die heutige Pressekonferenz vor dem Duell gegen Spanien. Bundestrainer Hansi Flick muss vor dem WM-„Endspiel“ ab 14.15 Uhr im Haupt-Pressezentrum in Doha an der obligatorischen Medienrunde teilnehmen. Auch ein Spieler muss nach Vorgaben der FIFA mit dabei sein. Das macht der DFB aber nicht mit, wie der Deutsche Fußball-Bund soeben bestätigte – er nimmt damit sogar eine Geldstrafe in Kauf.

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Ursprünglich hatte der DFB die Pressekonferenz im eigenen Trainingszentrum abhalten wollen. Ein entsprechender Vorschlag fand beim Weltverband FIFA aber kein Gehör. Doch schon vor der offiziellen Bestätigung machte der DFB klar, keinem Spieler die mehrstündige Reise vor dem wichtigen Abschlusstraining aufbürden zu wollen.

Das machte auch Bundestrainer Flick dann auf der Pressekonferenz deutlich: „Wir wollen einfach keinem Spieler zumuten, so lange zu fahren. Wir sitzen fast drei Stunden im Auto, haben ein wichtiges Spiel vor uns. Alle Spieler sind wichtig, von der Nummer 1 bis zur Nummer 26. Sie sollen sich in dieser wichtigen Phase aufs Training vorbereiten.“ Von der Entscheidung der FIFA, ihm eine Medienrunde auf dem Trainingsgelände in Al-Shamal zu verbieten, zeigte sich der Bundestrainer enttäuscht. (jlu)