Berrettini will italienischen Feiertag in London einläuten

Djokovics "Traum" in Wimbledon geht weiter - 20. Titel fest im Blick

Novak Djokovic
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09. Juli 2021 - 21:08 Uhr

Djokovic jagt Rekord

Historisches bahnt sich an! Novak Djokovic steht erneut im Tennis-Finale von Wimbledon und kann am Sonntag seinen 20. Major-Titel perfekt machen. Er trifft dort auf den Italiener Matteo Berrettini. Der Außenseiter will wie die italienische Fußball-Nationalmannschaft am Sonntag in London Großes erreichen. Djokovic hat hingegen den Tennis-Coup im Blick, den bisher nur Steffi Graf schaffte.

Shapovalov macht es Djokovic schwer

Novak Djokovic trommelte sich wild auf die Brust und brüllte seine ganze Freude heraus - es wirkte fast, als hätte der serbische Tennisstar seine historische Mission in Wimbledon schon erfüllt. Nur noch ein Sieg fehlt dem Weltranglistenersten zum bedeutendsten Meilenstein seiner Karriere, am Sonntag kann er seinen 20. Grand-Slam-Titel gewinnen. In der ewigen Bestenliste würde er mit seinen großen Rivalen Roger Federer und Rafael Nadal gleichziehen.

"Es erfüllt mein Herz jedes Mal, wenn ich höre, dass ich etwas Historisches schaffen kann", sagte Djokovic nach dem nicht gänzlich überzeugenden 7:6 (7:3), 7:5, 7:5 gegen den ungestümen kanadischen Halbfinal-Debütanten Denis Shapovalov: "Gleichzeitig muss ich im Moment bleiben. Für mich existiert nur ein Match in zwei Tagen." Im Finale will Matteo Berrettini diesen historischen Triumph mit einem italienischen Feiertag unbedingt verhindern.

"Der Traum geht weiter"

09.07.2021, Großbritannien, London: Tennis: Grand Slam, Wimbledon, ATP-Tour, Einzel, Herren, Halbfinale, Berrettini (Italien) - Hurkacz (Polen). Matteo Berrettini reagiert nach dem Spiel. Foto: Steven Paston/PA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Berrettini fordert am Sonntag Djokovic heraus.
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"Der Traum geht weiter, ich will in jedem Match das Maximale aus mir rausholen. Aufgeben ist nie eine Option", sagte Djokovic nach dem Einzug in sein 30. Major-Finale. Für Berrettini, der Federer-Bezwinger Hubert Hurkacz (Polen) 6:3, 6:0, 6:7 (3:7), 6:4 besiegte, ist es hingegen das erste.

Am Sonntag (15 Uhr) will der Römer dennoch den großen Favoriten stürzen, ehe die "Squadra Azzurra" am Abend wenige Kilometer entfernt im Wembley-Stadion im Finale der Fußball-EM England herausfordert. Berrettini ist erst der vierte Italiener in einem Grand-Slam-Finale im Herren-Einzel, in Wimbledon sogar der erste überhaupt. "Ich habe davon nie geträumt, weil das zu groß für einen Traum war", sagte der 25-Jährige überglücklich.

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Auf den Spuren von Steffi Graf

In ganz anderen Dimensionen ist Djokovic unterwegs, der seinen dritten Titel auf dem "heiligen Rasen" in Serie und den sechsten insgesamt vor Augen hat. Nach den Siegen in Melbourne und Paris kann er am Sonntag auch dem Golden Slam - dem Gewinn aller vier Major-Turniere in einem Jahr sowie der Goldmedaille im Olympia-Einzel - einen Schritt näher kommen. Dies war bislang nur Steffi Graf 1988 gelungen. (msc/sid)