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Wimbledon

Wimbledon ist die Kurzform für Wimbledon Championships, das weltbekannte Tennisturnier, das alljährlich im gleichnamigen Londoner Stadtteil ausgetragen wird.

Wimbledon picture alliance / empics | John Walton

Wimbledon ist ein Stadtteil der britischen Hauptstadt London. Wenn man von Wimbledon spricht, ist jedoch meistens das älteste Tennisturnier der Welt, die Wimbledon Championships, gemeint, das im diesem Stadtteil Anfang Juli zwei Wochen lang ausgetragen wird. Das Turnier gehört zu den vier Grand-Slam-Turnieren der Tennisprofis und ist das einzige, das auf einem Rasen stattfindet. Wimbledon zählt weltweit zu den bedeutendsten Sportveranstaltungen und ist zweifellos die Tennisveranstaltung mit dem höchsten Prestige, obwohl bei anderen Turnieren höhere Preisgelder gezahlt werden.

Die Geschichte von Wimbledon

Am 9. Juli 1877 wurden auf dem Gelände des All England Lawn Tennis and Croquet Club im Londoner Stadtteil Wimbledon die ersten Lawn Tennis Championships, ein Tennisturnier auf Rasen nur für Herren im Einzel, abgehalten. 1884 durften auch Damen im Einzel antreten und das Turnier wurde um einen Wettbewerb im Herren-Doppel erweitert. Mixed und Damen-Doppel ergänzten die Veranstaltung ab dem Jahr 1913. 1922 wurde in unmittelbarer Nähe der alten Anlage an der Worple Road eine neue Tennisanlage an der Church Road eröffnet, deren Mittelpunkt der Centre Court mit Plätzen für 14.000 Zuschauer war. Bis heute werden Matches der Wimbledon Championships an dieser Stelle ausgetragen und Ausrichter ist nach wie vor der All England Lawn Tennis and Croquet Club Tennisclub. 2009 wurde der Centre Court mit einem ein- und ausfahrbaren Dach ausgestattet und die Zuschauerkapazität auf 15.000 erhöht.

Wimbledon und die Tradition

Tradition hat in Wimbledon nach wie vor einen hohen Stellenwert. Dies gilt sowohl für die Spieler und Spielerinnen auf dem Rasen als auch für die Zuschauer, die sich während der Spielpausen traditionell mit Erdbeeren mit Sahne stärken. Wimbledon ist auch das einzige Tennisturnier, bei dem der Begriff „Weißer Sport“ noch seine Berechtigung hat, da 90 % der Spielbekleidung weiß sein müssen. Dass die Teilnehmer beim Betreten des Centre Courts vor der königlichen Loge mit einem Knicks bzw. einer Verbeugung den anwesenden Mitgliedern der Königsfamilie ihren Respekt bekunden müssen, ist auf der Tennistour ebenfalls einmalig. Zur Tradition in Wimbledon gehört auch, dass am ersten Sonntag des Turniers nicht gespielt wird.