„Sentimentaler“ Ehemann zahlte sofort

Frau (47) täuscht Entführung vor - und geht mit Lösegeld Bingo spielen

Die spanische Polizei hat eine Frau festgenommen, die ihre eigene Entführung vorgetäuscht haben soll. (Symbolbild)
Die spanische Polizei hat eine Frau festgenommen, die ihre eigene Entführung vorgetäuscht haben soll. (Symbolbild)
© empics

25. Oktober 2021 - 19:17 Uhr

Polizei schnappte die Ehefrau im Casino

Dreiste Aktion! Eine Frau (47) hat ihren eigenen Ehemann mit einer vortäuschten Einführung ausgetrickst. In einer anonymen Nachricht forderte sie von ihm 6.000 Euro Lösegeld – während er im Krankenhaus lag. Der "sentimentale" Gatte zahlte sofort! Kurz darauf wurde sie von der Polizei in einem Casino geschnappt.

Ehefrau ging ziemlich hemmungslos vor

Die 47-Jährige sei in der Stadt Badalona unweit von Barcelona im Bingosaal entdeckt und festgenommen worden, nachdem sie das Geld abgehoben hatte, berichteten die Zeitung "ABC" unter Berufung auf die spanische Polizei.

Die Frau ging den Berichten zufolge bei ihrem Erpressungsversuch ziemlich hemmungslos vor. Ihr "sentimentaler" Ehemann habe zum Zeitpunkt der Lösegeldforderung Anfang Oktober im Krankenhaus gelegen. Er sei im Krankenbett von seiner Frau - anonym natürlich - per Instant Messaging kontaktiert worden.

Daraufhin habe er sofort eine Überweisung an das von den vermeintlichen Entführern genannte Konto veranlasst - aber auch die Polizei alarmiert. Die habe den Fall schnell gelöst.

Bingosaal lag gegenüber der Klinik

Kurios: Der Bingosaal, in dem die Frau entdeckt wurde, liegt genau gegenüber dem Krankenhaus, in dem der ahnungslose Ehemann lag. Die Frau, die vermutlich an Spielsucht leidet, sei inzwischen unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden, hieß es. Sie werde demnächst dem Richter vorgeführt. Ihr wird Vortäuschung einer Straftat zur Last gelegt.

Nach spanischem Recht kann sie deswegen zu einer Haftstrafe von bis zu zwei Jahren verurteilt werden. (dpa/mor)

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