Diese Bilder machen fassungslos

Brutalo-Arbeiter prügelt auf hilflose Kuh ein - ein Kleinkind macht mit

Kühe und Kälber in Tierhaltung des Firmengeflechts "Mecke" brutal gequält.
Kühe und Kälber in Tierhaltung des Firmengeflechts "Mecke" brutal gequält.
© SOKO Tierschutz e.V.

30. Juli 2021 - 9:56 Uhr

Arbeiter der Firma "Mecke" quälen Kühe bis zur Bewusstlosigkeit

Die Videoaufnahmen dieser Tierquälerei machen fassungslos. In Werne (Unna) haben Arbeiter einer Tierhaltung aus dem Firmengeflecht "Mecke" Kühe und Kälber über Monate brutal misshandelt. Die Tiere wurden getreten, geschlagen, an den Ohren geschleift und gewaltvoll in ihre Stall-Boxen geschmissen. Das beweisen Videoaufnahmen.

Bauer stiftet Kinder an, auf Kühe einzuschlagen

Eine Tierhaltung  des Firmengeflechts "Mecke" in NRW
Tierquälerei Werne (Unna) - Bauern misshandeln kranke Kühe und Kälber bis zur Bewusstlosigkeit.
© SOKO Tierschutz e.V.

In einer Einstellung ist zu sehen, wie eine schwache Kuh immer und immer wieder heftig mit einem Stock von einem Bauern auf den Kopf geschlagen wird, bis diese sich schließlich nicht mehr auf den Beinen halten kann und zusammenbricht. Eine andere Aufnahme zeigt, dass ein Bauer eine Kuh vor Kinderaugen misshandelt. Er stiftet die Kleinen dazu an, ebenfalls zuzuschlagen.

Die Tierschutzorganisation "Soko Tierschutz" hat Strafanzeige gegen den Betrieb und seine Beteiligten gestellt, auch beim Jugendschutz. "Die Polizei hat sehr schnell und stark reagiert. So eine Reaktion erwarten wir uns auch von dem Landratsamt und der Politik, die bisher bei Tierschutzfällen Desinteresse zeigen", sagt der "Soko Tierschutz"-Sprecher Friedrich Mülln.

Videoaufnahmen zeigen wie schwer die Tiere in einer "Mecke"-Tierhaltung misshandelt wurden

Tierquälerei in Tierhaltung des Familienunternehmens "Mecke" in Werne (Unna).
Kleines Mädchen tritt nach Aufforderung eines Bauern auf Kuh ein und hält ihr eine Spielzeugpistole an den Kopf.
© SOKO Tierschutz e.V.

Weiter soll den Tieren bei lebendigem Leibe literweise Blut abgezapft worden sein. Erst vor wenigen Monaten war das Veterinäramt Unna in einen gewaltigen Skandal um illegales Schächten verstrickt. "Offenbar ist die staatliche Kontrolle der Tierhaltung in NRW praktisch nicht existent und wird von kriminellen Strukturen und Tierquälerei geprägt", erzählt Friedrich Mülln. Der Sprecher kritisiert stark, dass so genannte handwerkliche Schlachtbetriebe von Veterinärkontrollen weitgehend ausgenommen werden.

"Soko Tierschutz" fordert eine permanente Kontrolle aller Schlachtungen, insbesondere in Metzgereien, personelle Konsequenzen im Veterinäramt und klare politische Pläne zum Ausstieg aus diesem Qualsystem. "Dass Ministerpräsident Laschet die Stabsstelle gegen Umweltkriminalität zerschlagen hat, rächt sich nun. Die Politik sollte die Strukturen bei der Polizei und den Behörden stärken und nicht schwächen", fordert der "Soko Tierschutz"-Sprecher. Die Staatsanwaltschaft in Dortmund ermittelt in dem Fall bereits.

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Unternehmen gibt Stellungnahme ab

Video einer Tierschutz-Organisation zeigt schwere Tierquälerei.
Kleiner Junge schlägt nach Aufforderung eines Erwachsenen mit Stock auf schwache Kuh ein.
© SOKO Tierschutz e.V.

Das betreibende Familienunternehmen hat jetzt, nachdem die Aufnahmen öffentlich wurden, eine Stellungnahme veröffentlicht:

"Wir, die Unternehmensführung und unsere Angestellten, sind über die Aufnahmen schockiert. Die Bilder, [...], stammten aus einer Tiersammelstelle, 'die zu unserem Unternehmen gehört' und die 'schwere Verstöße gegen das Tierschutzgesetz' darstellten." Aber: Die Verstöße seien von zwei Mitarbeitern begangen worden, die man "mit sofortiger Wirkung" gekündigt habe. Tierschutzverstöße würden keinesfalls geduldet und seien in den fast 100 Jahren des Firmenbestehens nicht vorgekommen. Zu dem Unternehmen gehören eine Schlachterei und Metzgerei. Das Unternehmen wolle die Behörden bei der vollständigen Aufklärung der Sachverhalte umfassend unterstützen. (mca/ dpa)