So werden aus Kind und Hund beste Freunde

Welpe und Kind unter einem Dach: Das müssen Eltern beachten

25. Mai 2019 - 14:11 Uhr

Neuer Fall für Hundeprofi Rütter

Hundewelpen sind wahnsinnig süß und stehen bei vielen Kindern ganz oben auf der Wunschliste. Und wenn die Eltern tatsächlich zustimmen, einen Hund ins Haus zu holen, geht für jeden kleinen Tierliebhaber ein Traum in Erfüllung. Gleichzeitig bedeutet das auch eine Menge Arbeit - vor allem für die Eltern. Für sie gibt es ein paar wichtige Dinge zu beachten, damit aus Kind und Welpe Freunde fürs Leben werden können.

In der aktuellen Folge von "Martin Rütter – Die Welpen kommen" trifft der Hundeprofi auf das fast Unbegreifliche: Ein Teenager-Junge hat so überhaupt keine Lust auf den Welpen, den sich seine kleine Schwester so lange gewünscht hat und nun endlich in die Arme schließen konnte. Warum der Teenager keine Lust auf einen Hund hat und wie seine Schwester damit umgeht, sehen Sie in unserem Video!

Und wir haben im Folgenden hilfreiche Tipps, die es im Zusammenleben von Kindern und kleinen und großen Hunden zu beachten gibt - damit die Kinder und der Vierbeiner schon bald dickste Freunde sind!

Kind und Welpe im Haus? Viel Arbeit für Eltern!

Wenn ein Kind mit einem Hund aufwächst, lernt es früh, Verantwortung zu übernehmen und empathisch zu sein. Aber: Mit Kind(ern) und einem jungen Hund im Haus kommt auf Eltern zunächst einmal viel Arbeit zu. Jüngere Kinder können bei der Pflege des Hundes noch nicht helfen. Beide brauchen besondere Betreuung, niemand darf vernachlässigt werden. Eltern müssen hier darauf achten, dass sich niemand benachteiligt fühlt. 

Kleine Kinder verstehen Warnsignale des Hundes nicht

Ob Hunde kleine Kinder ebenfalls als "Welpen" ansehen, ist übrigens nicht eindeutig geklärt - sie erkennen aber natürlich, dass es sich nicht um einen Erwachsenen handelt und akzeptieren das kleine Rudelmitglied früher oder später. Aber: Menschenkinder sind für Hunde meist eher seltsame Wesen, die ihren Geduldsfaden mitunter ziemlich strapazieren.

Kleine Kinder wiederum verstehen Warnsignale, die Hunde ihnen senden, noch nicht. Ein Zähnefletschen etwa fassen sie schon einmal als freundliches Lächeln auf. Viele Kinder lieben es, Hunde zu umarmen und zu küssen. Sie wollen dem Tier seine Liebe zeigen - für den Hund dagegen ist eine feste Umarmung unangenehm, weil er sich eingesperrt fühlt. Hier kann es sein, dass er sich wehrt und versucht, sich aus dem Staub zu machen, knurrt oder gar zuschnappt. Hunde sollten auch nicht mit Babys oder Kleinkindern alleine gelassen werden.

Feste Regeln sind wichtig

Kind und Welpe liegen nebeneinander
Kinder sollten schlafende Hunde nicht wecken.
© picture alliance

Wichtig ist hier, dass Kinder früh lernen, die Sprache des Hundes zu verstehen. Dann können sie mögliche Warnzeichen des Hundes erkennen und richtig deuten. In dem Zusammenhang ist es auch sinnvoll, konkrete Regeln für den Umgang mit dem Hund aufzustellen, damit der sich nicht eingeengt oder gar bedroht fühlt.

So sollten fressende oder trinkende Hunde auf keinen Fall gestört werden und Ihr Kind sollte den Hund auch nicht wecken, wenn er gerade schläft. Es muss wissen, dass es Hunde nicht ärgern darf - also keinesfalls am Schwanz ziehen oder ins Gesicht pusten! Der Hund darf sich nie vom Kind in die Enge getrieben fühlen.

Eltern müssen ihre Kinder hier nicht nur sinnvoll anleiten, sondern auf der anderen Seite auch dafür sorgen, dass der Hund richtig erzogen wird und lernt, jeden Menschen aus "seinem" Rudel zu akzeptieren. So entsteht ein vertrauensvolles, harmonisches Verhältnis zwischen Kind und Hund.

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Folge 4 von "Martin Rütter – Die Welpen kommen" läuft am So 26.05., 19:05 - 20:15, bei RTL und alle Folgen gibt es online bei TV NOW!