Das müssen künftige Tierbesitzer wissen

Haustiere kaufen: Zoohandlung, Tierheim oder von privat - darauf sollte man achten

27. März 2020 - 15:20 Uhr

Für ein glückliches und langes Haustier-Leben

Wer sich erst einmal dafür entschieden hat, ein Haustier anzuschaffen, kann ihn kaum abwarten: den Moment, in dem man das neue Familienmitglied endlich in die Arme schließen kann. Doch vor dem Kauf sollte man sich genau darüber informieren, woher man das Tier am besten holt. Denn viele Händler versuchen mittlerweile, mit dem Verkauf von kranken oder überzüchteten Haustieren schnelles Geld zu machen. Viel Freude haben die neuen Haustier-Besitzer dann meist nicht.

Welche Möglichkeiten es für den Kauf von Katze, Hund, Meerschweinchen und Co. gibt und worauf man hier achten sollte, zeigen wir im Video.

Tier aus dem Tierheim retten und damit Gutes tun

Die erste Anlaufstelle, die vielen auf der Suche nach Haustieranbietern in den Sinn kommt, ist meist die Zoohandlung. Hier sind Kleintiere wie Meerschweinchen und Hamster recht günstig zu haben. Das Gute ist: Jeder Käufer kann hier einen direkten Blick auf die Umstände der Haltung und die Käfige werfen - und das sollten sie auch tun, um sicherzustellen, dass die Tiere hier unter guten Bedingungen gehalten werden.

Eine andere Möglichkeit, mit der man dazu noch etwas Gutes tut, ist das Tierheim. Jedes Jahr werden in deutschen Tierheimen rund 300.000 Tiere abgegeben. Die meisten Tierheime sind also rappelvoll und die Hunde, Katzen und Kleintiere dort suchen dringend ein neues Zuhause.

Meist sind Tiere aus dem Tierheim bereits geimpft und kastriert. Wenn sie schon eine Weile im Tierheim leben, wissen die Mitarbeiter oft auch schon, wie die Tiere vom Wesen her einzuschätzen sind, wer viel Erfahrung braucht und wer gut zu ihnen passen würde. Auch, wenn das Tier Vorerkrankungen hat, wird man Ihnen das im Tierheim mitteilen.

Woran erkennt man einen guten Züchter?

Dackelwelpe sitzt auf dem Schoß
Welpen sollten frühestens mit acht Wochen in ein neues Zuhause vermittelt werden.
© picture alliance

Wer sich eine bestimmte Rasse wünscht und gerne ein Jungtier bei sich aufnehmen möchte, wird meist direkt beim Züchter fündig. Aber auch hier ist sehr wichtig, dass es sich um einen seriösen Züchter handelt, bei dem die Tiere artgerecht gehalten und nicht überzüchtet werden. Die Tiere sollten hier Familienanschluss haben und Jungtiere keinesfalls zu früh in ein neues Zuhause abgegeben werden - frühestens ab der achten Lebenswoche.

Für die Prägung und Sozialisation der Tiere ist das sehr wichtig, da sie sich nicht richtig entwickeln können, wenn sie zu früh von ihrer Mutter und ihren Geschwistern getrennt werden. Ein seriöser Züchter wird darauf großen Wert legen.

Oft werden Tiere auch von Privatleuten vermittelt

In regionalen Zeitungen und Annoncen sowie auf Online-Portalen suchen häufig Privatleute ein neues Zuhause für Tiere, die sie selbst gezüchtet haben oder aus verschiedenen Gründen abgeben möchten. Auch hier tummeln sich schwarze Schafe, die kranke Tiere anbieten oder solche, die aus schlechten Verhältnissen kommen.

Schauen Sie das Tier und die Bedingungen, unter denen es aufgewachsen ist, also immer vor Ort selbst an. Werden Sie stutzig, wenn der Verkäufer beim Handel eine Vorauszahlung verlangt oder das Inserat voller Fehler steckt und wirkt. als sei es mit einem Übersetzungsprogramm geschrieben worden.

Wägen Sie sorgfältig ab, welche dieser Optionen für Sie die geeignetste ist. Die Entscheidung für ein Haustier sollte nie leichtfertig geschehen - und so will auch die Wahl des Anbieters wohlüberlegt sein.