Rätsel um weißen Wal vor Australien

Ist es der Migaloo?

Moby Dick? Ein weisser Buckelwal vor Australien
© action press, Jenny Dean/REX

18. Juni 2020 - 11:24 Uhr

„Rockstar des Ozeans“ erobert die Herzen der Australier

Walbeobachter staunten nicht schlecht, als dieses seltene Wesen scheinbar aus der Tiefe des Ozeans empor schoss: In Australien soll der Albino-Buckelwal "Migaloo" gesichtet worden sein. Bisher konnten nur sehr wenige weiße Wale ausgemacht werden. Doch es bleiben Zweifel, ob es sich bei der Sichtung tatsächlich um den "Rockstar des Ozeans" handelt.

Seltene Tiere legen über 8.000 Kilometer zurück

Australien ist im Bann des sanften Riesen! Am Montag wollen Beobachter das weiße Tier laut Bericht des lokalen Senders "7News" bei New South Wales entdeckt haben. Wie jedes Jahr schwimmen die Wale aus dem nördlichen Gebiet vor der Antarktis über eine Strecke von 8.000 Kilometer in tropische Gewässer bei Queensland. Beobachtern zufolge könnte das seltene Tier im Laufe der Woche auch vor Sydney zu sehen sein.

Rätsel um jüngste Sichtung: Forscher sind skeptisch

Doch wie die "Daily Mail Australien" berichtet, sehen lokale Forscher die mutmaßliche Entdeckung kritisch: Dr. Vanessa Pirotta, Wissenschaftlerin an der Macquarie-Universität in Sydney, sagte der Zeitung, dass es von der Küste aus hart sei, das Tier zu identifizieren. "Migaloo ist einer von rund 40.000 Buckelwalen. Im Grunde genommen ist es so, als würde man die Nadel im Heuhaufen suchen."

Das "Einhorn unter den Buckelwalen" wurde erstmals 1991 in australischen Gewässern gesichtet – und war der erste weiße Wal dieser Art überhaupt. Die Aboriginies-Ältesten tauften ihn auf den Namen "Migaloo", was in ihrer Sprache "weißer Bursche" bedeutet. Seither wurden drei weitere weiße Wale entdeckt: "Bahloo", "Willow" und "Migaloo Junior".

„Er zeigt uns, dass wir uns um den Ozean kümmern sollten“

Für das besondere Tier erließ die Regierung sogar besondere Regeln: Menschen müssen 500 Meter Abstand zum Wal halten, sonst drohen 16 500 Dollar Strafe. Wissenschaftlerin Pirotta zur "Daily Mail": "Er zeigt uns, dass wir uns um den Ozean kümmern sollten."

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