Können auch wir bald ins All fliegen?

"Das war magisch": So erlebte Milliardär Branson seinen Flug in den Weltraum

12. Juli 2021 - 11:42 Uhr

Weltraumtourismus bald für Jeden?

Als einer der ersten Nicht-Astronauten flog der britische Unternehmer und Milliardär Richard Branson in den Weltraum. Für Branson geht damit ein Kindheitstraum in Erfüllung. "Das war magisch", schwärmt er. Die emotionalen Glücks-Moment sehen Sie im Video.

Der 90-minütige Flug könnte dabei ein neues Zeitalter beim Weltraumtourismus einläuten. Denn Branson und sein Unternehmen wollen schon bald Touristen Richtung All fliegen. Doch damit sind sie nicht allein.

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Kampf um Weltraumtourismus

Doch der Flug von Branson war auch eine Machtdemonstration. Denn eigentlich wollte Amazon-Gründer Jeff Bezos der erste Milliardär im All sein und damit auch zeigen, dass er mit seinem Unternehmen "Blue Origin" die Nase beim Weltraumtourismus vorne hat. Bezos hatte vor einigen Tagen angekündigt, am 20. Juli Richtung All fliegen zu wollen.

Provokation genug für den britischen Milliardär und Unternehmer Richard Branson. Er startete nun neun Tage früher als der Amazon-Gründer Richtung All und eröffnete damit einen echten Wettlauf um den Weltraum, bei dem auch Tesla-Chef Elon Musk kräftig mitmischt.

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Drei Männer ein Ziel

Was Bezos, Branson und Musk verbindet ist nicht weniger als der Traum vom Weltraum und das Geschäft dahinter. Denn Weltraumtourismus scheint ein lukratives Geschäft zu sein. Schon im kommenden Jahr will Milliardär Branson kommerzielle Flüge ins All für umgerechnet 210.000 Euro anbieten. Und auch Amazon-Chef Jeff Bezos und Elon Musk tüfteln schon lange an Raketen und Weltraumkapseln um Touristen ins All zu schicken und damit auch Milliardengewinne einzufahren.

Doch wann aus dem Traum Realität wird, ist offen: Denn bisher befinden sich alle Ideen noch in einer Testphase und das nicht immer erfolgreich. Erst vor wenigen Monaten explodierte, nicht zum ersten Mal, eine SpacX-Rakete, dem Unternehmen von Elon Musk, bei einem Testflug in Texas.

War Branson wirklich im All?

Beim Flug von Richard Branson ist zumindest gestern alles gut verlaufen. Doch der aufsehenerregende PR-Coup hat einen Schönheitsfehler: Denn strenggenommen war Branson gar nicht im All, sondern nur kurz davor. Denn das beginnt laut internationalem Luftfahrverband erst 100 Kilometer über der Erdoberfläche. Branson flog aber nur 80 Kilometer hoch. Zum Vergleich: Die internationale Raumstation ISS schwebt rund 400 Kilometer über der Erde. Allerdings: Eine verbindliche Definition, wo das Weltall tatsächlich beginnt, gibt es derzeit nicht.

Können wir bald alle ins All fliegen?

Nicht nur für Milliardäre ist es ein Traum, einmal ins All zu fliegen und unsere Erde von oben zu betrachten. Ideen, kommerzielle Flüge ins All anzubieten, gibt es viele. Doch weil die Entwicklung von technisch geeigneten und vor allem sicheren Fluggeräten extrem teuer ist, wird es wohl noch eine Weile dauern, bis wir statt auf Mallorca im All Urlaub machen. Doch der Visionär Richard Branson könnte mit seinem Flug den Startschuss für den kommerziellen Weltraumtourismus gegeben haben.

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