Einschränkungen nach zurückgenommener Empfehlung

Von wegen oben ohne: Hier gilt die Maskenpflicht im Flugzeug weiter

Masken verschwinden in Deutschland allmählich aus dem Alltag. Im Flugzeug ist das noch nicht einheitlich geregelt.
Masken verschwinden in Deutschland allmählich aus dem Alltag. Im Flugzeug ist das noch nicht einheitlich geregelt.
© deutsche presse agentur

12. Mai 2022 - 11:47 Uhr

Der EU-Hammer: Ab dem 16. Mai entfällt die Maskenpflicht in Flugzeugen. Die neue Regelung kommt allerdings mit einem großen Aber, denn die Lockerungen müssen nicht umgesetzt werden. Wir erklären, auf welchen Flügen Sie ab Montag auf die Maske verzichten können – und wo nicht.

In Deutschland bleibt die Maskenpflicht

Die zuständigen EU-Behörden lockern ihre Empfehlungen zum Corona-Schutz im Luftverkehr. Unter anderem fällt ab diesem Montag eine generelle Empfehlung zum verpflichtenden Tragen medizinischer Masken in Flughäfen und Flugzeugen weg, wie die Europäische Luftsicherheitsagentur EASA und die EU-Gesundheitsbehörde ECDC am Mittwoch mitteilten.

  • Wenn am Abflugort oder am Ziel eine staatliche Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr besteht, sollte dies laut Empfehlung aber weiterhin auch an Bord der Maschinen gelten. In Deutschland bleibt es vorerst bei der generellen Maskenpflicht im Flugzeug.

Die Luftfahrtbranche forderte aber jetzt ihre Abschaffung. Das Bundesgesundheitsministerium erläuterte auf Anfrage in Berlin, dass über die Maskenpflicht die nationalen Behörden entscheiden. Sie gelte daher weiterhin auf allen innerdeutschen Strecken sowie Flügen, die in Deutschland starten oder landen. Demnach sind beim Ein- und Ausstieg und während des gesamten Fluges FFP2- oder medizinische Masken zu tragen. Abnehmen kann man sie nur beim Essen und Trinken. Ausgenommen von der Pflicht sind Kindern unter sechs Jahren.

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Was ändert sich für Urlauber?

Für Urlauber bedeutet das: Auf Flügen von und nach Deutschland ändert sich nichts. Bei Anschlussflügen im Ausland kann das allerdings anders aussehen. Hier richtet sich die Maskenpflicht nach den jeweilig geltenden Maßnahmen. Urlauber sollten sich im Zweifel über die Maßnahmen der jeweiligen Airline informieren.

Aus Sicht von RTL-Reiseexperte Ralf Benkö ist das sinnvoll, wie er bei ntv erklärt: "Es ist so, dass die Luftfahrtindustrie die ganze Zeit betont hat, die Klimaanlagen an Bord seien so gut. Das ist richtig, aber sie waren vor allem sehr effektiv, wenn man eine Maske getragen hat." Aufgrund dieser Erkenntnis sei es ursprünglich zu der Empfehlung der Luftfahrtbehörde für die Maskenpflicht gekommen.

Bis 23. September gilt das Infektionsschutzgesetz, in dem die Maskenpflicht in Flugzeugen und auch Fernzügen festgelegt ist.

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Nach der Lockerung der EU-Empfehlungen entfällt längst nicht auf allen Flügen in Europa die Maskenpflicht. Europas größter Billigflieger Ryanair hat am Donnerstag eine Liste von 15 EU-Staaten veröffentlicht, in denen über nationale Gesetze das Tragen von Gesichtsmasken zur Corona-Prävention weiter gilt.

  • Deutschland, Estland, Frankreich, Griechenland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien, Tschechien und Zypern

Wenn am Abflugort oder am Ziel eine staatliche Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr besteht, sollte dies laut Luftsicherheitsagentur EASA und die EU-Gesundheitsbehörde ECDC aber weiter auch an Bord der Maschinen gelten.

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Ryanair begrüßte die Lockerung der Empfehlungen. Ab Montag sei damit das Tragen des Gesichtsschutzes optional bei Flügen zwischen Ländern, die nicht auf der Liste stehen. Man rechne damit, dass die Staaten ihre Vorschriften in den kommenden Tagen im Einklang mit den Richtlinien ändern werden, erklärte Airline-Chef Eddie Wilson laut einer Mitteilung. (dpa/lra)