"Housing First" Projekt in Hannover

Von der Straße in die eigene Wohnung

15 Menschen konnten in die Mietwohnungen einziehen.
15 Menschen konnten in die Mietwohnungen einziehen.
© picture alliance / Friso Gentsch, Friso Gentsch, frg jol

17. Juni 2021 - 14:45 Uhr

Einzigartiges Modellprojekt in Norddeutschland

"Housing First" heißt das Projekt, das obdachlose Menschen direkt von der Straße in die eigene Mietwohnung holt. In Hannover startete dieses Modellprojekt vor etwa 3 Monaten und mittlerweile leben 15 Menschen in eigenen vier Wänden. Laut der "Ein Zuhause" Stiftung ist "Housing First" ein innovativer Ansatz in der Versorgung von obdachlosen Menschen, obwohl die Grundidee schon in den 90er Jahren in den USA entstand.

Wohnen ist ein Menschenrecht

In dem Modellprojekt gehe es nicht um betreutes Wohnen. Zwei Sozialpädagoginnen bieten zwar Hilfen an, doch es gibt keine Verpflichtungen um eine eigene Mietswohnung zu bekommen. Ergebnisse aus anderen Ländern zeigten, dass 80 Prozent der Bewohner es durch "Housing First" schafften, Fuß zu fassen und selbstständig zu leben. Er habe "begründete Hoffnung, mit dem überwiegenden Teil der Mieter das Ziel zu erreichen", sagte der Vorsitzende der Stiftung "Ein Zuhause", Eckart Güldenberg zur dpa.

Miete zwischen 200 bis 250 Euro

Drei Jahre soll das Projekt erst einmal laufen. Die Nettokaltmiete für die 35 Quadratmeter großen Einzimmerwohnungen beträgt 200 Euro, eine 45 Quadratmeter große Wohnung kostet 250 Euro. Die Mieter bezahlen dies aus Transferleistungen des Jobcenters. (dpa / kum)