Sie ist die einzige ihrer Art

Von Beruf Hexe! Cassandra setzt Zaubertränke sogar von der Steuer ab

Die 71-Jährige Cassandra in mystischem Umfeld.
Cassandra Latham-Jones (71) ist Großbritanniens einzige steuerlich anerkannte Hexe.
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Die 71-jährige Cassandra Latham-Jones ist von Beruf Hexe. Und das darf sie genau so sogar auf ihrer Steuererklärung angeben.

Sie wurde zur Hexe weil sie "zur richtigen Zeit am richtigen Ort" war

Seit rund 30 Jahren ist Cassandra in dem beschaulichen Örtchen St. Buryan, Großbritannien, als Dorfhexe bekannt. Wie „Daily Star“ berichtet, soll die 71-Jährige eine selbstständige Hexe sein, die klassische Dienste wie das Lesen von Tarotkarten, Rituale und Meeresmagie anbietet. Aber auch dunkle Künste und Zaubersprüche sollen sich in ihrem Repertoire befinden.

Wie Cassandra zu einer Hexe wurde? Sie selbst sagt im Interview, sie sei einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen. „Die Begegnung mit ein paar Hexen war das, was mir zum ersten Mal einen Einblick in diese Menschen gab, die tatsächlich in der Realität existieren und nicht nur in Filmen und Büchern. Ich bin ein sehr bodenständiger, pragmatischer Mensch. Ich habe hier viel Potenzial gesehen, um Menschen zu helfen“, erklärt sie gegenüber „Devon Live UK“.

Zuvor habe die heute 71-Jährige eine Ausbildung zur Krankenschwester gemacht, konnte diesen Beruf jedoch nach einem Autounfall nicht weiter ausführen. Nach diesem Schicksalsschlag sei sie dann auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung gewesen, mit der sie ihren Lebensunterhalt verdienen könnte, berichtet „Devon Live UK“. Für ihren jetzigen Beruf hat die Hexe jedoch keine offizielle Urkunde. Denn: „Man kann darin keine Qualifikationen bis zu einem gewissen Grad oder sogar Berufserfahrung erwerben, da es von den zuständigen Stellen nicht als gültiger Beruf anerkannt wird.“

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Zaubertränke und Co. setzt Cassandra steuerlich ab

Wie in jeder anderen Selbstständigkeit, hat auch eine selbstständige Hexe so ihre Ausgaben. Wie Cassandra gegenüber „Daily Star“ erklärt, seien ihre Ausgaben etwas ungewöhnlich. Denn: „Ich brauche all die verschiedenen Materialien und die eine oder andere Flasche Met – wenn ich einen bestimmten magischen Akt oder ein Ritual durchführe“, berichtet die 71-Jährige. Auch wenn man meinen könnte, es wäre eine Menge Papierkram nötig gewesen, um als offizielle Hexe seine Steuer einreichen zu dürfen, war es das genaue Gegenteil. „Es war so einfach, eines Tages ins Amt zu gehen, nach einem Formular zu fragen und in das Berufsfeld einfach ‚Dorfhexe‘ zu schreiben – niemand hat jemals etwas gesagt“, erklärt sie im Interview. Und so wurde sie 1996 zur ersten steuerlich anerkannten Hexe Großbritanniens.

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Auch wenn die anerkannte Dorfhexe einige Dienste anbietet, erklärt sie, dass man mit diesem Beruf nicht reich werden könne. Neben ihrer Tätigkeit als Hexe übe sie außerdem Gemeindedienste und Tätigkeiten in der Beratung aus. Auch solle man sich nicht von der besonderen Aura blenden lassen, die das Hexendasein zu umgeben scheint – Cassandra sei in erster Linie da, um zu helfen: „Wenn Sie all den Glanz und den Glamour die die Arbeit umgeben, beiseite legen, ist das Fazit – man ist da, um Menschen und der Gemeinschaft zu helfen.“ (vho)