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Volker Bouffiers Nachfolger Boris Rhein auf Tuchfühlung mit den hessischen Grünen

"Kennenlern-" Gespräch für Wahlstimmen

Bouffiers Nachfolger Boris Rhein auf Tuchfühlung mit den hessischen Grünen

Rhein auf Tuchfühlung mit den hessischen Grünen "Kennenlern-" Gespräch für Wahlstimmen
02:39 min
"Kennenlern-" Gespräch für Wahlstimmen
Rhein auf Tuchfühlung mit den hessischen Grünen

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Seit Freitag steht fest, dass Volker Bouffier sein Amt als Regierungschef vorzeitig niederlegen wird. Der Nachfolger steht schon in den Startlöchern: Landtagspräsident Boris Rhein soll als Ministerpräsident und CDU-Landeschef nachrücken. Dafür braucht es aber auch die Stimmen des kleinen Koalitionspartners – der hessischen Grünen. Ob das erste Treffen dazu beitragen konnte, sehen Sie im Video.

Jede Stimme wird gebraucht!

Glücklich, aber auch vorsichtig - so zeigte sich Boris Rhein (CDU) am Dienstag beim Treffen mit den Grünen.
Glücklich, aber auch vorsichtig - so zeigte sich Boris Rhein (CDU) am Dienstag beim Treffen mit den Grünen.
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Am Dienstag stand dann das Treffen zwischen dem Landtagspräsidenten und der Landtagsfraktion der hessischen Grünen an.

Im Vorfeld sagte Rhein, dass er sich sehr auf das Gespräch mit den Grünen freue, mit denen er schon viele Jahre „konstruktiv und partnerschaftlich“ zusammen arbeiten würde. Die Einladung zu dem Treffen in Wiesbaden kam von den Grünen. Thematisch sollte es unter anderem um die Pläne und Themen gehen, die Rhein als möglicher neuer Ministerpräsident Hessens angehen und umsetzen möchte.

Und Rhein braucht die Stimmen des kleinen Koalitionspartners, denn der alleinige Vorschlag von Volker Bouffier reicht nicht aus. Das Bündnis der Grünen hat nur eine Stimme im Parlament. Bei der Wahl des neuen hessischen Ministerpräsidenten kommt es deshalb auf jede Stimme in den Reihen der Koalition an.

Rhein ist kein Unbekannter

Bereits seit 2013 wird Hessen von einer schwarz-grünen Koalition regiert. Seit 2019 ist Boris Rhein Landtagspräsident. Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Mathias Wagner sagte heute vor dem Treffen, dass man sich auf den Austausch freue. Nach acht Jahren Zusammenarbeit sei Rhein kein Unbekannter, trotzdem sei die Situation nun neu.

Video-Tipp: So tickt der mögliche Nachfolger von Ministerpräsident Volker Bouffier

Dass man sich schon lange kennt, muss auch nicht unbedingt vorteilhaft sein. Als Innenminister machte Rhein Negativ-Schlagzeilen mit einem umstrittenen Polizeieinsatz bei den Blockupy Protesten in Frankfurt. Vor allem der derzeitige stellvertretende Ministerpräsident Tarek Al-Wazir (Grünen) äußerte damals große Kritik an Rhein.

Auf das Amt des Innenministers folgte das Amt des Ministers für Wissenschaft und Kunst, darauf dann schließlich das des Landtagspräsidenten. Dabei erfand sich Boris Rhein stetig neu. Welche Rolle er als Ministerpräsident abgibt, werden wir erfahren, wenn er am 31. Mai gewählt wird – und dabei braucht er jede Stimme der Grünen. (ast/dpa)