15-jährige Berlinerin ist seit über einer Woche verschwunden

Vivien startet Suchaktion für ihre Schwester Rebecca

26. Februar 2019 - 23:50 Uhr

Über die sozialen Netzwerke wird der Suchaufruf hundertfach geteilt

Seit über einer Woche ist die 15-jährige Rebecca aus Berlin jetzt verschwunden. Die Polizei arbeitet unter Hochdruck daran, das Mädchen zu finden – doch bislang gibt es keine heiße Spur. Rebeccas Familie ist verzweifelt, ihre Eltern machen sich verrückt vor Sorge. Denn Rebecca würde nicht einfach weglaufen, da ist sich ihre Mutter sicher, wie sie im Interview mit RTL erzählt. Rebeccas Schwester Vivien hat jetzt sogar auf eigene Faust eine Suchaktion in den sozialen Medien gestartet. Über 50 Menschen konnte sie so zusammentrommeln, die heute auch "offline" in einem Park und im Wohngebiet nach Hinweisen auf Rebecca gesucht haben. Was Vivien über ihre vermisste Schwester sagt, zeigt unser Video.

Über 50 Menschen suchen in Rudow nach Hinweisen auf Rebecca

Insta Screenshot
Auf ihrem Instagram-Kanal bedankte sich Vivien bei allen Helfern und bei ihrer Familie.
© Instagram/viiiivaaa_

Die rosa Teddyjacke, die Rebecca anhatte. Oder vielleicht ihr Handy, das zertreten auf dem Boden liegt. Irgendetwas, irgendeinen klitzekleinen Hinweis auf ihre Schwester will Vivien finden. Über Instagram hat sie Leute dazu aufgerufen, ihr suchen zu helfen. Und tatsächlich: Knapp 60 Menschen sind um 16:00 Uhr zum U-Bahnhof Rudow in Berlin gekommen. Die meisten von ihnen sind junge Leute, kaum älter als Rebecca selbst. Viele haben ihre Kinder mitgebracht, auch Rebeccas Schwester trägt ihren Sohn auf dem Rücken. Doch auch ältere Nachbarn und Anwohner sind gekommen, um Rebeccas Familie zu unterstützen.

Zusammen gehen sie die Wege ab in Rudow, dem Berliner Viertel, in dem Rebecca mit ihrer Familie wohnt. Der Suchtrupp durchforstet einen Park in der Nähe, geht jedes Gebüsch ab. Immer in der Hoffnung, ein Zeichen von Rebecca zu finden.

Polizeisuche geht unermüdlich weiter

Unterdessen gehen auch die Suchmaßnahmen der Polizei unermüdlich weiter. 48 Hinweise sind zum Verschwinden der 15-Jährigen bislang eingegangen, die Beamten gehen jedem einzelnen nach. Mittlerweile sollen die Ermittler auch Zugriff auf die WhatsApp-Nachrichten des Mädchens haben, berichtet die "Bild"-Zeitung. Mit welchen Methoden die Polizei derzeit nach dem verschwundenen Mädchen sucht, erklärt ein ehemaliger Ermittler im Video unten.

Die Polizei sucht weiter nach Zeugen und Hinweisen

Trotz der zahlreichen Hinweise - die entscheidende Spur war bislang noch nicht dabei. Weil ein Verbrechen nicht mehr ausgeschlossen werden kann, hat eine Mordkommission die Ermittlungen übernommen. Wer Rebecca gesehen hat oder sogar Kontakt mit ihr hatte, wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Hinweise nimmt die Mordkommission unter Tel. 030 / 4664-911 333 oder per E-Mail unter lka113-hinweis@polizei.berlin.de sowie jede andere Polizeidienststelle entgegen.