RTL-Reporterin setzt sich für Betroffene ein

Verpfuschte Augenbrauen durch Kosmetikern - was nun?

30. August 2019 - 17:35 Uhr

Punkt-12-Reporterin deckt die Hintergründe des Microblading-Fails auf

Der Markt für Permanent-Make-up boomt. Doch mit dem Hype steigt auch die Zahl der Problemfälle. So auch bei zwei jungen Frauen: Aufgrund eines verpfuschten Permanent Make-ups an den Augenbrauen, auch als Microblading bekannt, suchten sie eine Kosmetikern auf - doch die machte die Sache noch schlimmer. Aus ihren Augenbrauen wurde schmerzhafte und wulstige Narben, die im Krankenhaus behandelt werden mussten. Besonders krass an diesem Fall: die Kosmetikerin behandelt weiterhin. Punkt-12-Reporterin Wiebke Wittneben hat sich deshalb jetzt eingeschaltet.

Im Video sehen Sie, wie schlimm die Nachfolgen der Permanent-Make-up-Entfernung für die beiden Frauen ist und was Wiebke Wittneben erreichen konnte.

Was genau ist Permanent Make-up?

Unter Permanent Make-up versteht man insbesondere Tätowierungen in der Kosmetik, die im Gesicht erfolgen und einen langanhaltenden Look ermöglichen. Insbesondere die Brauen (Microblading), Lippen und Augen werden behandelt. Mit speziellen Geräten wird die Farbe in die Epidermis bzw. die oberste Hautschicht gebracht. "Permanent" bedeutet hierbei nicht "für immer", die Beauty-Tattoos halten für gewöhnlich zwischen ein bis drei Jahre.

Wie entfernt man Permanent Make-up?

Bei den beiden jungen Frauen aus dem "Punkt-12"-Fall wurde die PhiRemoval Technik angewendet, dabei wird eine säurehaltige Flüssigkeit auf die Haut gegeben. Die Farbpigmente werden somit aufgelöst und die alte Farbe verschwindet dann mit dem Schorf. So sollen laut Hersteller Permanent Make-up und Tattoos ganz einfach verschwinden. Doch wie im Fall der beiden Opfer kann die Entfernung schief gehen, wenn man an eine unseriöse Kosmetikern gerät. Damit das nicht passiert, rät die Berliner Dermatologin Heike Schulenburg Folgendes, wenn man sich dauerhaftes Make-up entfernen möchte:

  • Permanent-Make-up besser verblassen lassen
  • Entfernung nur per Laser mit kurzen Verschlusszeiten
  • Nur zu Experten gehen, die für ihre Behandlungen haften und die Nachsorge machen

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