14. Februar 2019 - 12:00 Uhr

So sollten Betroffene reagieren

In den vergangenen Monaten haben Amazon-Kunden immer wieder fälschlicherweise Pakete erhalten. Einen Hinweis auf den Absender enthielten die Pakete nicht. Amazon nennt diese Masche "eine betrügerische Methode". Wir erklären, wie Betroffene am besten reagieren.

Sonderbare Masche

In Online-Foren tauschen sich betroffene Kunden über ihre ungewollten Pakete aus. Manche haben den gleichen Artikel bis zu sechs Mal pro Woche erhalten. Darunter seien Handy-Ladekabel, Smartphone-Hüllen, aber auch neuverpackte Smartphones oder Sexspielzeuge.

Amazon spricht von einer Betrüger-Masche und hat bisher keine Lösung für das Problem. Wer hinter den sonderbaren Paketsendungen steckt, ist nicht bekannt. Klar ist laut Verbraucherzentrale NRW bisher nur, dass die Pakete nicht direkt von Amazon kommen, sondern vom Amazon Marketplace, auf dem verschiedene Händler ihre Produkte anbieten.

Vermutungen zu den Hintergründen

Eine Theorie ist, dass Händler aus Fernost einen Zweit-Account unter dem Namen des Betroffenen eröffnen, um darüber Verkäufe abzuwickeln. Dadurch würden die Artikel im Verkaufs-Ranking steigen.

Eine andere Vermutung ist, dass diese Händler kostengünstig ihre Lager leeren, anstatt Artikel für deutlich mehr Geld zurück nach China zu versenden.

So verhalten sich Betroffene richtig

Betroffene Kunden können die Warensendung schlicht ignorieren. Die Rechtslage ist eindeutig: Wer ein Paket nicht bestellt hat, muss auch nicht für dessen Bezahlung aufkommen. Die Verbraucherzentrale stellt klar: Nutzen – Verschenken – Entsorgen, alles ist erlaubt.

Sollte ein Absender im Paket genannt werden, müssen Betroffene diesen nicht kontaktieren, wenn sie die Sendung nicht bestellt haben. Auf die fälschlicherweise versendeten Produkte gewährt Amazon allerdings keine Garantie.