Mädchen fing plötzlich an zu zittern

Marihuana in Chipstüte! 3-Jährige landet "high" im Krankenhaus

Cannabis (Symbolbild).
Cannabis (Symbolbild).
© dpa, Oliver Berg, obe vfd olg fgj fdt fux fg rho b

03. August 2021 - 9:53 Uhr

Nach Verzehr von Chipstüte fängt 3-Jährige plötzlich an zu zittern

Desiree Diliberti ist Mutter der 3-jährigen Kamiya. Als ihr Kind mal wieder ein paar Snacks von der netten Dame von nebenan bekommt, ist erstmal alles wie immer. Doch plötzlich verhält sich Kamiya aus dem US-Bundesstaat Indiana komisch, fängt am ganzen Körper an zu zittern.

Nach Urintest: 3-Jährige ist offenbar "high"

Desiree Diliberti beschließt ihre Tochter ins Krankenhaus zu bringen. Im Interview mit abc57 erzählt sie: "Ich habe sie also ins Krankenhaus gebracht und sie haben ihr ein Medikament gegeben, damit es aufhört, aber sie zitterte weiter. Also machten sie eine Computertomographie, fanden aber nichts. Dann brachten sie sie mit dem Hubschrauber ins Memorial Hospital in South Bend."

Dort wird die 3-Jährige weiteren Tests unterzogen, doch die Ärzte finden nichts. Erst nach einem Urintest folgt der Befund: THC! Tetrahydrocannabinol ist eine Substanz, die in Hanfpflanzen vorkommt. Doch wie konnte das passieren?

Nachbarin gibt 3-Jähriger versehentlich Chipstüte mit THC

Mutter Desiree ist geschockt, geht den Donnerstag noch einmal in ihrem Kopf durch, als das Zittern ihrer Tochter plötzlich anfing und dann fällt plötzlich der Groschen: Kamiya isst an dem besagten Tag eine Tüte "Cheetos". Die hatte sie von der netten Nachbarin von nebenan bekommen. Und tatsächlich – die Chipstüte enthält 600 mg THC.

Ein Versehen? Die Mutter der 3-Jährigen vermutet Ja: "Sie ist eine ältere Dame und gibt ihr öfter Snacks. Ich habe also nicht das Gefühl, dass das Absicht war."

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

Doch wie kommt THC in eine Chipstüte?

Wie die berauschende Substanz in die Chipstüte kam, ist bislang unklar. Die Salzsnack-Firma Frito-Lay kann sich den Vorfall nicht erklären. In der Stellungnahme heißt es:

"Die Gesundheit und Sicherheit der Verbraucher hat für uns höchste Priorität. Frito-Lay stellt keine essbaren Cannabis-Snackprodukte her, Verpackungen mit THC-Angaben werden nicht mit unserem Unternehmen oder unseren Marken in Verbindung gebracht. Wir werden weiterhin gegen Unternehmen vorgehen, die Produkte verkaufen, welche die Verbraucher verwirren, indem sie unsere Marken und unser Verpackungsdesign illegal verletzen."

Die kleine Kamiya hat sich mittlerweile von dem versehentlichen Rausch erholt. Doch künftig wird sie keine Snacks und Süßigkeiten mehr bekommen – außer von Mama persönlich!