Gesundheitsminister Lauterbach besorgt

Forscher entdecken uraltes Zombie-Virus - Droht etwa die nächste Pandemie?

Zombie-Virus
Droht etwa die nächste Pandemie? Forscher entdecken uraltes Zombie-Virus.
www.imago-images.de, IMAGO/Bihlmayerfotografie

Viren, gefährliche Mutationen und Pandemien – all das ist mittlerweile fast alltäglich geworden. Doch jetzt folgt die nächste Nachricht mit Horror-Potenzial: Im sibirischen Permafrost haben Forscher ein uraltes Zombie-Virus gefunden – und es auch noch wiederbelebt! Fast 50.000 Jahre war das Virus tiefgefroren, das überraschte selbst die Experten. Aber droht jetzt etwa die nächste Pandemie? Gesundheitsminister Lauterbach ist zumindest besorgt.

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Gefunden in Wolle eines Mammuts und Eingeweiden eines Wolfes

Es ist ein neuer Rekord: Der von französischen Forschern entdeckte Virus ist fast 50.000 Jahre alt. Die Proben stammen aus sibirischen Permafrostböden und wurden wohl in der Wolle eines Mammuts und den Eingeweiden eines eingefrorenen Wolfes gefunden. Nun ist es ihnen gelungen, das sogenannte Zombie-Virus im Labor wiederzubeleben. Bisher infizierten die Erreger aber nur Amöben – und sind trotz ihrer erneuten Aktivierung in Zellkulturen für den Menschen nicht gefährlich. Gesundheitsminister Lauterbach zeigt sich dennoch besorgt. Auf Twitter äußerte er sich zum besagten Zombie-Virus.

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Nächste Pandemie durch Klimawandel?

Permafrost
Immer mehr Permafrostböden tauen wegen des Klimawandels auf.
Hinrich Bäsemann, deutsche presse agentur

Lauterbachs Sorge: Durch den Klimawandel könnten auf ganz „natürliche“ Art uralte Viren wieder in die Natur gelangen.

Aber wieso eigentlich Zombie-Virus? Die entdeckten Viren sind mehrere Tausend Jahre alt. Deshalb sind sie ganz anders aufgebaut als alle heute existierenden Erreger. Das bedeutet, dass die Weltbevölkerung keinerlei Immunschutz gegen sie hat. Auch die Entwicklung von Medikamenten oder Impfungen wäre extrem kompliziert.

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Gefunden haben die Forscher das Virus im Permafrostboden, der rund ein Viertel der Nordhalbkugel bedeckt. Eigentlich ist er dauerhaft gefroren, doch bedingt durch den Klimawandel taut er immer weiter auf. Das Gefährliche: Durch das Auftauen werden nicht nur große Massen an klimaschädlichen Gasen freigesetzt – sondern auch uralte, womöglich lebensbedrohliche Viren. In ihrer Studie schreiben die Forscher: „Es ist wahrscheinlich, dass alter Permafrost unbekannte Viren beim Auftauen freisetzen wird.“ Auch weitere Pandemien werden von ihnen nicht ausgeschlossen. (xas)