Ungeziefer-Plage nach Flutkatastrophe?

Wie Sie sich vor Fledermäusen, Mücken & Co. schützen

Fledermäuse, Spinnen und Mücken könnten nun kommen
Fledermäuse, Spinnen und Mücken könnten nun kommen
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22. Juli 2021 - 15:18 Uhr

Nach der Wasserflut die Insekten-Flut?

Jetzt auch noch das: Nach der Flutkatastrophe könnte nun eine Flut an Ungeziefern auf die Katastrophengebiete zukommen. Das zeigen Erfahrungsberichte von vergangenen Fluten, wie im Frühjahr in Australien.

Insekten, Ratten, Spinnen und viele andere Tiere haben durch das Hochwasser ihre Nester und Bauden verloren und sind ebenso auf der Flucht. Oft lassen sich die Tiere in Häusern nieder, die höher gelegen sind und von der verheerenden Flut verschont blieben. Aber was können Betroffenen jetzt tun?

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Das ist zu tun bei Mücken

Sobald das Wasser abfließt, bleiben Schlamm und Dreck. Oft befinden sich darin auch Mückeneier. Besonders die Kombination aus warmen Temperaturen und einem feuchten Boden seien ideal für eine Mückenplage. Der Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung erklärt, dass alleine eine dreckige Wasserpfütze ausreichen würde, um Hunderte Insekten hervorzubringen. Die, die noch die Möglichkeit dazu haben, sollten ihr Heim vor den Schädlingen schützen. Dazu empfiehlt es sich, Fliegengitter anzubringen. Für den Schutz im Freien sollte unbedingt auf Insektenschutzmittel gesetzt werden.

Lese-Tipp: Mücken & Co. ohne Chemie loswerden

Das ist zu tun bei Fledermäusen

Zunächst ist wichtig festzuhalten: Fledermäuse sind kein Ungeziefer. Ganz im Gegenteil fressen sie pro Nacht Unmengen an Insekten. Sie haben ihre Hauptflugzeit in der Abenddämmerung. Dabei verirren sie sich auch manchmal, besonders wenn sie auf der Suche nach einem neuen Quartier sind. Das ist besonders nach so einer Naturkatastrophe der Fall, wie uns Eifelbewohner berichten.

Oft reiche es, die Fenster zum Abend weit zu öffnen, wenn sich ein Tier in die Wohnung verirrt hat. Die Fledermäuse würden ihren Weg zurück in die Natur selbst finden, so der Naturschutzbund (NABU). Jedoch rät der NABU dazu: "Die Wohnung sollte auf jeden Fall nach Tieren abgesucht werden, die vielleicht nicht mehr ausfliegen können. Die Zwergfledermaus ist ein Spaltenbewohner und versteckt sich gerne in den Falten von Gardinen und Vorhängen, hinter Bildern oder in Vasen. Speziell aus Vasen oder oben offenen Taschen können die Fledermäuse nicht mehr flüchten."

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Das ist zu tun bei Spinnen

Eine hohe Luftfeuchtigkeit, die mit der Flutkatastrophe einher geht, führt dazu, dass Spinnen wandern. Die eigentlich nützlichen Tiere, die sich um Insekten und Stechmücken kümmern, sind ein oft unbeliebter Gast im Haus. Der NABU rät dazu, auch wenn es viele Menschen Überwindung kostet, die Tiere nicht kaputt zu schlagen oder einzusaugen. Stattdessen solle man sie bitte mit einem Glas und Papier vor die Tür setzen. (gas)

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