27. Juni 2019 - 13:57 Uhr

Schulklasse wollte Bergwerksmuseum „19 Lachter Stollen“ besichtigen

Für eine Grundschulklasse aus Magdeburg endete eine Klassenfahrt in einem Albtraum: Die Viertklässler wollten ein Bergwerksmuseum in Wildemann im Landkreis Goslar (Niedersachsen) besichtigen. Als sie für Fotos posierten, lehnten sich die Kinder an einen Zaun. Doch der gab nach und mehrere Schüler stürzten in die Tiefe. Bilder der Absturzstelle - in unserem Video.

Eins der Opfer schwebt in Lebensgefahr

Nach bisherigen Erkenntnissen zerbrach ein Holzgeländer im Eingangsbereich des "19 Lachter Stollen". Drei Mädchen und ein Junge verloren den Halt und stürzten etwa sechs Meter tief. Alle Opfer sind laut der Polizeiinspektion Goslar zwischen zehn und elf Jahre alt.

Ein zehnjähriges Mädchen wurde lebensgefährlich verletzt und per Hubschrauber zur Behandlung in die Uniklinik Göttingen geflogen. Es schwebt noch immer in Lebensgefahr. Laut Polizei erlitt die Zehnjährige schwere Kopfverletzungen. Die beiden weiteren verunglückten Schülerinnen überlebten den Sturz schwer verletzt, wie Maximilian Strache, Sprecher des Landkreis Goslar erklärte. Der Junge kam relativ glimpflich davon. Er verletzte sich glücklicherweise nur leicht.

Polizei ermittelt die genaue Unfallursache

Die Schüler aus Magdeburg waren auf Klassenfahr im Harz. Die Kinder werden nach dem Unglück von einem Kriseninterventionsteam betreut. "Die haben das miterlebt. Das ist für die ein ganz tragisches Erlebnis", erklärte Strache. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen, um zu klären, wie genau es zu dem tragischen Unfall kommen konnte.