Türkei auf Roter Liste

Britische Reiseregeln gefährden Formel-1-Rennen in Istanbul

Im vergangenen Jahr machte Lewis Hamilton mit seinem Triumph in Istanbul seinen 7. WM-Titel perfekt
Im vergangenen Jahr machte Lewis Hamilton mit seinem Triumph in Istanbul seinen 7. WM-Titel perfekt
© Hasan Bratic, R4997 Hasan Bratic

08. Mai 2021 - 12:24 Uhr

Auf eigene Kosten zehn Tage in Hotel-Quarantäne

Härtere Reiseregelungen in Großbritannien erschweren die Austragung des im Juni geplanten Formel-1-Rennens in Istanbul. Verkehrsminister Grant Shapps sagte am Freitag, die Türkei werde auf die sogenannte Rote Liste gesetzt. Wer aus solchen Ländern nach Großbritannien einreist, muss sich auf eigene Kosten für zehn Tage in Hotel-Quarantäne begeben.

Viele Rennställe betroffen

Dies würde für eine Vielzahl der Rennställe Folgen haben, da diese ihren Sitz in England haben. Unter anderem Mercedes, Aston Martin, Red Bull, Williams oder McLaren. Die Formel 1 teilte mit, die Situation nun genauer zu beleuchten und in den kommenden Tagen weitere Details zu liefern.

Domeniclai kündigt baldige Entscheidung an

Auf dem Kurs Nahe Istanbul soll am 13. Juni gefahren werden, nachdem die Strecke am Bosporus bereits im November 2020 als Ersatzausrichter eingesprungen war. In diesem Jahr soll der Grand Prix in der Türkei das kanadische Rennen in Montreal ersetzen. Dort kann aufgrund der Corona-Pandemie das zweite Jahr in Folge nicht gefahren werden. Zwei Wochen nach dem Türkei-GP steht der Grand Prix von Frankreich in Le Castellet auf dem Programm.

Die Formel 1 ist trotz einiger Schwierigkeiten weiterhin gewillt, die Rekordsaison mit 23 geplanten Rennen durchzuziehen. An diesem Wochenende wird in Barcelona gefahren (das Rennen gibt's Sonntag ab 14 Uhr live bei RTL), beim Klassiker in Monaco sind in zwei Wochen sogar wieder 7.500 Zuschauer zugelassen.

F1-Boss Stefano Domenicali kündigte am Randes des Spanien-GP eine zeitnahe Lösung an. "Wir werden das in den nächsten Wochen entscheiden, vielleicht schon in der nächsten Woche. Der Zeitplan und die Anzahl der Rennen soll beibehalten werden, das ist unser Ziel", sagte der Italiener bei Sky Italia. Man prüfe jetzt, wie das möglich sei. Berichte, wonach die F1 im Juni nach Mugello oder den Nürburgring ausweichen könnte, wollte er nicht bestätigen.

MLI/MAR/DPA

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