Trennung bei Influencerin Novalanalove

Trotz jahrelanger Fremdgehgerüchte bei Farina Opoku - warum bleiben Frauen so lange bei ihrem Partner?

Pouya Yari (DJ Jeezy) und Farina Opoku (Novalanalove)
Sechs Jahre waren Pouya Yari (DJ Jeezy) und Farina Opoku (Novalanalove) ein Paar.
Nicole Kubelka/Geisler-Fotopress, picture alliance

von Anna Kriller

„Die Beziehung war immer ein Auf und Ab. Ich bin nicht taub und nicht blind und es sind viele unverzeihliche Dinge passiert.“ – Was Influencerin Farina Opoku alias Novalanalove hier beschreibt, ist die Beziehung zu Ehemann Pouya Yari. Immer wieder kursierten Fremdgehgerüchte während der gemeinsamen sechs Jahre. Getrennt hat sich das Paar trotzdem nicht – stattdessen folgten Hochzeit und ein Baby. Kurz nach der Geburt ihrer gemeinsamen Tochter Nola zog Farina Opoku nun doch einen Schlussstrich. Stellt sich die Frage: Wieso bleiben Frauen bei ihrem Partner, obwohl dieser offenbar fremdgeht? Paartherapeutin Ruth Marquardt hat uns erklärt, was dahintersteckt – und an welchem einfachen Merksatz man erkennt, wann man sich tatsächlich trennen sollte!

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Warum bleiben Frauen bei ihrem Partner, obwohl dieser fremdgeht?

„Viele Frauen halten an der Liebe oder dem, was sie für Liebe halten fest, weil sie selbst einen festen Glauben an die funktionierende Familie in sich tragen und diesen nicht loslassen möchten“, erklärt Ruth Marquardt, Familienberaterin und Buchautorin („Wenn Liebe toxisch wird“) im Interview mit RTL. Das bedeute im Klartext: „Viele Frauen sehen dann mehr das, was sie sich von der Beziehung wünschen als die oft bereits bittere Realität.“

Komme dann noch hinzu, dass der Partner verspreche, sich zu ändern, werde dieser Glaube noch gestärkt. Die eigenen Ansprüche in Bezug auf Treue und Loyalität werden dann Marquardt zufolge als Wunsch auf den Partner übertragen.

„Erst viel später mit etwas Abstand und nach einer Trennung sagen mir dann viele Frauen in Beratungen auf die Frage: ‘Hättest du es früher sehen können?’ - ‘Ja, eigentlich habe ich die Anzeichen immer wieder gesehen. Aber ich wollte sie nicht wahrhaben.’ Sie nennen dann auch ganz konkrete Situationen und Begebenheiten“, so die Expertin weiter.

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Kann man eine Beziehung trotz mehrfachem Betrug noch retten? Wenn ja, wie könnte das funktionieren?

„Bei mehrfachem Betrug bin ich in der Tat äußerst skeptisch, denn die mehrfache wiederholte Handlung zeigt, dass keine Einsicht herrscht über das eigene Handeln und keine aktive Veränderungsbereitschaft“, sagt Marquardt.

Und die sei extrem wichtig: „Wenn ich meine Partnerin betrüge, den Fehltritt gestehe oder sogar erwischt werde, dann ist es an mir als Partner zu zeigen, ob ich einsehe, dass dieser Vertrauensbruch nicht in Ordnung ist und eine tiefe Verletzung der gemeinsamen Basis bedeutet“, so die Paartherapeutin weiter.

Es sei dann wichtig, Handlungen zu zeigen, die das Vertrauen in die eigene Verlässlichkeit als Beziehungspartner langsam wieder aufbauen. Im Fall von Farina Opoku und ihrem Ehemann scheint laut Marquardt das Gegenteil der Fall zu sein.

Das Problem: Frauen fallen häufig auf den Charme und die gut klingenden Worte, denen sie ganz nachvollziehbar Glauben schenken wollen, herein, so die Expertin. Hinzu komme dann die Erinnerung an die guten Zeiten, die es in fast jeder Beziehung gab. Dann sei die eigene Bereitschaft, den Worten zu glauben, bei sehr vielen Frauen unglaublich hoch.

„Sie vertrauen dann den eher lauwarmen Versprechen des Partners wie ‘Das kommt auf keinen Fall wieder vor’, ‘Ich liebe nur dich - das war nur Sex’ oder ‘Wir schaffen das. Ich glaube an uns’.“ Wichtig sei hier, ganz klar zu überprüfen:

  • Was TUT mein Partner?
  • Wie unterstützt er mich?
  • Fragt er mich, was ich jetzt von ihm brauche, damit neues Vertrauen erwachsen kann?
  • Hat er mich im Blick? Oder bleibt es doch bei Ausreden, Rechtfertigungen und Erklärungen?

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Einen Schlussstrich sollte man laut der Paartherapeutin ziehen, wenn das Vertrauen immer und immer wieder missbraucht wurde, der eigene Selbstwert immer mehr sinke und man beobachte, dass die Beziehung nicht auf Vertrauen und Sicherheit aufbaue, einem schade und zu viel Energie koste.

„Nicht selten klagen betrogene und wiederholt verletzte Frauen über Schlafstörungen, depressive Verstimmungen, Herz-Rhythmus-Störungen oder Angst- und Panikattacken“, weiß Marquardt.

Die essentiellen Fragen, die man sich stellen sollte, seien: „Zieht sich mir alles zusammen, wenn ich an meinen Partner denke? Habe ich Angst vor dem, was mich erwartet? Oder freue ich mich aus ganzem Herzen, weil ich weiß, wir sind ein gutes Gespann, ein liebevolles Team. Auf meinen Partner ist auf allen Ebenen Verlass?“

Praxistipp der Paartherapeutin: „Ich bitte meine Klienten zu prüfen: Wie ist dein Gefühl, wenn du vor der Haustür stehst und hinein gehen willst? Und wie viel Energie zieht diese Beziehung? Wie viel Energie schenkt sie dir?“

Ist die Bilanz negativ, kann es Zeit sein, den Weggang zu planen, erklärt Marquardt. Denn: „Eine erfüllende Liebesbeziehung soll ein sicherer Raum sein, in dem beide Partner miteinander aufblühen können.“

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