Im Internet war er eine Sensation

Trauer in den USA: Schwarzbär „211" muss nach Unfall eingeschläfert werden

Der beliebte Schwarzbär muss nach einem Unfall eingeschläfert werden.
Der beliebte Schwarzbär muss nach einem Unfall eingeschläfert werden.
© CNN, Privat, Allison Stein

29. Juli 2021 - 21:42 Uhr

Bär unternahm immer wieder ausflüge in die Stadt

Er hatte es im US-Bundesstaat Connecticut zu Kultstatus gebracht: Wochenlang durchstreifte ein Schwarzbär die Hinterhöfe der Kleinstadt Easton und wurde bei seinen Streifzügen von den Einwohnern gefilmt. Der Bär bekam sogar eine eigene Facebook-Seite. Jetzt ist die Trauer groß, denn der Bär musste nach einem Unfall eingeschläfert werden, meldet der US-Nachrichtensender CBS.

Fans von Bär „211“ teilen Begegnungen auf Social Media

USA: Trauer um Kultbär "211"
Bär "211" unternahm immer wieder Ausflüge in Gärten und Hinterhöfe von Easton.
© CNN, Privat, Allison Stein

Seine Ausflüge in die Gärten und Hinterhöfe des US-amerikanischen Städtchens Easton waren schon legendär. Ob er sich nur einfach hinter einem Baum versteckte, ein Bad im Pool nahm, auf einer Kinderschaukel saß oder sich auf einer Luftmatratze wälzte, wo immer Bär "211" auftauchte, war er eine echte Attraktion.

Seinen Namen bekam er durch zwei Ohrmarkierungen, die ihm die staatliche Umweltbehörde als Erkennungsmerkmal anlegten. Die Einwohner von Easton machten Fotos und Videos von den Begegnungen mit dem Schwarzbären und teilten die Auftritte auf einer eigenen Facebook-Seite. Fast 5.000 Follower waren von dem tierischen Nachbarn fasziniert.

Bär muss nach Autounfall eingeschläfert werden

Schwarzbär im Garten
Der Schwarzbär war bei vielen Menschen in Connecticut beliebt.
© CNN, Privat, Allison Stein

Die Nachricht vom plötzlichen Tod des Schwarzbären hat jetzt in Easton große Trauer ausgelöst. Bei einem Zusammenprall mit einem Fahrzeug wurde Bär "211" so stark verletzt, dass er eingeschläfert werden musste, teilte der Polizeichef von Connecticut, Rich Doyle dem US-Sender mit.

Mit zum Teil herzbewegenden Worten nehmen seine Fans in den sozialen Medien Abschied von von ihrem geliebten Streuner. "Süßer Bär 211, in deiner kurzen Zeit hier hast du deine Pfotenabdrücke auf unseren Herzen hinterlassen", schreibt zum Beispiel einer der Anhänger.

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Fans sammeln jetzt sogar für Bärendenkmal

Neben der großen Anteilnahme an dem traurigen Schicksal des beliebten Bären, gibt es aber auch kritische Kommentare, die auf die Probleme hinweisen, wenn Bären sich zu nah an menschlichen Siedlungen heranwagen. "Ich hoffe, dass wir aus dieser Geschichte die Erkenntnis gewinnen, dass wir die Natur und Wildnis aus der Ferne respektieren und wir mit ihr zusammenleben, ohne zu versuchen, Wildtiere zu unseren Haustieren zu machen", sagt Becky Newman von der gemeinnützigen Umweltorganisation Earthplace dem US-Nachrichtenmagazin CBS.

Auf der Facebook-Seite von Bär "211" haben Fans jetzt zu einer Spendenaktion aufgerufen. Sie sammeln Geld für eine Bärenskulptur. Das Denkmal soll in einem nahegelegenen Rehabilitationszentrum für Wildtiere aufgebaut werden. (rra)

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