Audi in zwei Teile gerissenSchwerer Unfall im Kreis Kleve: Auto prallt gegen Baum - Vater (47), Tochter (1) und Sohn (3) tot

24.10.2022, Nordrhein-Westfalen, Rheurdt: Das Wrack eines Autos nach einem Unfall. Dahinter stehen Krankenwagen. Bei einem Aufprall eines Autos gegen einen Baum sind drei Menschen im Kreis Kleve ums Leben gekommen, darunter ein Kind und ein Säugling. Ein Mitfahrer habe lebensgefährliche Verletzungen erlitten, wie die Polizei am Montagabend mitteilte. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler war der Pkw aus unbekannter Ursache am Montagnachmittag bei Rheurdt-Schaephuysen von der Fahrbahn abgekommen und gegen den Baum geprallt. Foto: Arnulf Stoffel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Das Wrack des A6 lässt erahnen, wie schwer der Unfall war, der sich im Kreis Kleve ereignet hat. Drei Menschen kamen ums Leben, darunter zwei Kleinkinder.
Arnulf Stoffel, dpa, Arnulf Stoffel

Einen Tag nach dem schweren Unfall am Niederrhein hat die Polizei die Identitäten der drei Todesopfer bekannt gegeben. Dabei handele es sich um den 47-jährigen mutmaßlichen Fahrer aus Geldern sowie seine beiden kleinen Kinder, ein einjähriges Mädchen und einen dreijährigen Jungen.

26-Jähriger schwebt nicht mehr in Lebensgefahr

Der A6 war am Montagabend bei Rheurdt-Schaephuysen im Kreis Kleve auf nasser Fahrbahn verunglückt. Drei von vier Insassen hatten keine Chance. Die beiden Kleinkinder erlagen nach Aussage der Polizei noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen. Ein 26-Jähriger, der ebenfalls im Auto saß, befinde sich in einer Spezialklinik, sei aber inzwischen außer Lebensgefahr.

Zum Unfallzeitpunkt habe es starke geregnet, hieß es. Nach bisherigen Erkenntnissen gehen die Ermittler davon aus, dass der Pkw bei Rheurdt-Schaephuysen (NRW) einen Traktor überholen wollte und dabei aus ungeklärter Ursache von der Straße abgekommen ist. Das Fahrzeug sei gegen einen Baum geprallt und in zwei Teile gerissen worden. Der Traktorfahrer war unverletzt geblieben. „Ein unvorstellbares Bild, was sich den Einsatzkräften bietet“, hatte eine Sprecherin der Polizei erklärt.

Zum Unfallzeitpunkt soll der Wagen mit falschen Kennzeichen unterwegs gewesen sein, so Beamte zur „Rheinischen Post“. Wieso der Fahrer jedoch mit dem falschen Nummernschild unterwegs war, ist unklar.

Die Angehörigen werden durch den polizeilichen Opferschutz und einen Notfallseelsorger betreut. Auch für Einsatzkräfte der Feuerwehr, Ersthelfer und Polizei erschien ein Psychosoziales Unterstützungsteam an der Unfallstelle. (dpa/cwa)