Neue Spitze der Grünen Jugend

"Müssen uns gegen die FDP durchsetzen"

11. Oktober 2021 - 11:57 Uhr

"Wird nicht einfach"

Der neue Co-Bundessprecher der Grünen Jugend, Timon Dzienus, hat sich skeptisch gezeigt, ob die Ampel-Sondierungen auch wirklich zum Erfolg führen können. Insbesondere mit der FDP gebe es erhebliche Unterschiede.

"Das sind einfach harte Brocken mit der FDP, wo sich die Grünen und die SPD an vielen Stellen durchsetzen müssen", sagte Dzienus in der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv. Auf die Frage, ob eine Koalition mit der FDP zu einem Verlust der Glaubwürdigkeit der Grünen führen könnte, antwortete Dzienus: "Das kann weiterhin passieren. Das wird nicht einfach mit der FDP an vielen Stellen."

Am heutigen Montag gehen die Gespräche zwischen SPD, Grüne und FDP über ein mögliches Regierungsbündnis weiter.

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FDP ist "marktgläubig"

Die FDP werde in einigen Bereichen "Druck machen" und Grüne und SPD dürften gerade im Bereich der Klima- und Sozialpolitik nicht "zu sehr nachgeben." Dzienus warf der FDP außerdem eine "Marktgläubigkeit" beim Thema Klima und Mieten vor: "Wir sehen in vielen Bereichen, z.B. in der Klimapolitik, dass das nicht funktionieren wird. Deswegen sind wir ja gerade in der Misere, in der wir stecken."

Timon Dzienus und Sarah-Lee Heinrich waren am Samstag zu den neuen Bundessprechern der Grünen Jugend gewählt worden.

"Da sind wir alle gefragt"

Dzienus verteidigte wiederum seine Aussagen über FDP-Parteichef Christian Lindner, den er im Zuge der Regierungskrise in Thüringen als "rechten Kotzbrocken" bezeichnet hatte: "Die Aussagen selber stammen ja mit Blick auf die Regierungskrise in Thüringen und da hat die FDP wirklich große Scheiße gebaut."

Mit Blick auf die bereits gelöschten und teils abstoßenden Tweets seiner Kollegin Sarah-Lee Heinrich, die diese im Alter von 14 Jahren verfasst hatte, sagte Dzienus: "Es bringt nichts, das Verhalten von sehr, sehr jungen Menschen da zu kritisieren und ich glaube, da sind wir alle dann gefragt."