Tierliebhaber im Netz sind fassungslos

Tierquälerei in Eisenach - Misshandelter Hund muss bei Herrchen bleiben

Mann in Eisenach wirft Welpen in den Fluss
Mann in Eisenach wirft Welpen in den Fluss
© Facebook, Animal Rights Wartburgkreis

19. August 2021 - 18:34 Uhr

Eisenach: Mann quält Hund - Video der Tat geht viral

Was muss in einem Menschen vorgehen, der ein Tier so dermaßen quält? Ein Video, in dem ein Mann aus Eisenach immer wieder grob einen kleinen Welpen in den Fluss Hörsel wirft und ihn seinem Schicksal überlässt, sorgt für Furore im Netz. Es sind Bilder, die unter die Haut gehen und für Unverständnis sorgen. Denn die Polizei ermittelt zwar zu dem Fall, der Hund ist aber noch immer im Besitz des mutmaßlichen Tierquälers.

Tierfreunde sind fassungslos

Der unglaubliche Fall soll sich am Samstag (14. August) in Eisenach abgespielt haben, wie Augenzeugen bei Facebook berichteten. Sie hatten die Tat gefilmt und die Aufnahmen über die Seite "Animal Rights Wartburgkreis" ins Netz gestellt, woraufhin eine regelrechte Hasswelle gegen den Täter losbrach.

Einen Tag später soll es laut der Polizei zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Hundehalter und zwei weiteren Männern gekommen sein. Auslöser sei die Veröffentlichung des Videos gewesen. Alle drei sind den Ermittlern zufolge zwischen 40 und 43 Jahre alt. Laut Polizei kam es zu "Körperverletzungs- und Bedrohungshandlungen".

"Zu dem Vorfall am Sonntagnachmittag wurde die Polizei und das Veterinäramt zugezogen. Im Ergebnis wurde dem Mann der Hund nicht weggenommen", schildert ein Mitarbeiter des Vereins "Animal Rights" auf RTL-Anfrage. Von ihm heißt es, der Täter sei nicht nur aggressiv, sondern auch in den Drogenhandel verstrickt. Schon vor Wochen sei er bei der Polizei auffällig geworden. Die Polizei äußert sich auf RTL-Anfrage – unter Berufung auf die laufenden Ermittlungen – zu diesen Vorwürfen nicht.

Warum darf der Mann das Tier behalten?

Warum der Hundehalter das offensichtlich gequälte Tier wieder mit nach Hause nehmen durfte, ist noch unklar. Auf RTL-Nachfrage erklärt das Veterinäramt, es habe keine ausreichenden Anhaltspunkte für Tierquälerei gegeben: Der Hundehalter sei besucht worden, den Zustand des Hundes bezeichnet das Veterinäramt als gut. Der Hund sei nicht nur regelkonform gechippt, sondern auch geimpft und nicht aggressiv.

Nach Angaben des Veterinäramts soll Strafanzeige gegen den Hunderhalter nach §17 des Tierschutzgesetztes eingereicht worden sein, die die Staatsanwaltschaft prüft. (cch)