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Tiefkühl-Garnelen bei Stiftung Warentest: Welche gut schmecken - und welche nicht

Stiftung Warentest probiert Meeresfrüchte

Tiefkühl-Garnelen im Test: Welche gut schmecken - und welche nicht

Angebratene Garnelen auf Spießen
Gebratene Garnelen sind ein Genuss - wenn die Qualität stimmt
Getty Images/iStockphoto, antares71

Ob gegrillt, gebraten oder sogar roh, Garnelen haben sich längst vom einstigen Luxusgut zur erschwinglichen Discounterware entwickelt. Was nicht zuletzt durch Zucht in sogenannten Aquakulturen möglich wurde. Dementsprechend langen die Europäerinnen und Europäer zu. Durchschnittlich 1,5 Kilogramm Garnelen isst jeder Mensch in der EU pro Jahr. In Deutschland stehen sie auf Platz fünf der meistgekauften Fische und Meeresfrüchte, 100 Gramm sind oft schon für unter 2 Euro zu haben. Für Stiftung Warentest Anlass genug, sich 18 Tiefkühl-Produkte genauer anzusehen.

Gute Nachricht: Keine Schadstoff-Probleme

Geprüft wurden zehn Produkte mit rohen Warmwassergarnelen, fünf mit gekochten Warmwassergarnelen und drei mit gekochten Kaltwassergarnelen. Die Preise pro 100 Gramm reichen von 1,47 bis 4,65 Euro.

Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Der Verzehr von Garnelen gefährdet meist nicht die Gesundheit. Zumindest, wenn diese nicht übermäßig genossen werden. Dabei ist es egal, ob die Tiere aus Zucht oder Wildfang stammen und ob sie groß oder klein sind. Weder Medikamentenrückstände noch Krankheitserreger oder Schwermetalle wurden im Test in besorgniserregender Menge gefunden.

Elf der getesteten Produkte schnitten „gut" ab - Darunter Handelsmarken von Discountern und Supermärkten sowie Bioprodukte von Biopolar, Rewe und Alnatura. Dreimal gab es ein "Ausreichend".

Beim Garnelen-Kauf auf Nachhaltigkeit achten

Bei so vielen guten Nachrichten darf allerdings der Hinweis nicht fehlen, dass die oftmals betriebene Intensivzucht dem Ökosystem der Meere schadet. Denn für die erforderlichen Zuchtteiche müssen nicht selten Mangrovenwälder weichen. Aber es trifft auch die Menschen, die seit Generationen in den betroffenen Gebieten fischen oder Reis anbauen. Man sollte deshalb auf ein Nachhaltigkeitssiegel auf den Garnelen-Verpackungen achten, welches 17 der getesteten Waren tragen: „EU Bio", „Naturland", „ASC" oder „MSC".

Lese-Tipp: Shrimps oder Scampi – was ist eigentlich der Unterschied?

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TK-Garnelen: Die Testsieger und -verlierer

Gleich doppelt überzeugen die rohen Garnelen "Bio Black Tiger" von Rewe (2,78 Euro pro 100 Gramm, Note 2,1): Sie schneiden „gut" ab - und tragen das Naturland-Siegel.

Auch zu empfehlen: die rohen Garnelen von Biopolar (4,65 Euro, 1.8) mit EU-Biosiegel und die gekochten Warmwassergarnelen von Costa (4 Euro, 1,8) und Bofrost (4,35 Euro, 2,0) - beide mit ASC-Siegel.

Die besten Kaltwassergarnelen aus Wildfang kommen von Eismann (3,10 Euro, 1,8) und Lidl Ocean Sea (1,63 Euro, 1,8).

Die Untersuchung zeigt aber auch: Verlässliche Siegel garantieren keine gute Qualität. Zum Beispiel bei den nur als „ausreichend" bewerteten Produkten. Dazu gehören die King Prawns von Gut & Günstig (Note 3,8) und die Black Tiger Garnelen von Edeka Bio (4,1). Sie schmeckten unter anderem leicht fischig, leicht alt oder leicht modrig.

Die Garnelen von Edeka Bio sind zudem hoch mit Chlorat belastet. Es kann bei der Verarbeitung etwa über chloriertes Trinkwasser auf Lebensmittel übergehen. Im Übermaß kann Chlorat die Jodaufnahme hemmen.

Die King Prawns von Ecal tragen als einzige kein Siegel und konnten im Geschmackstest ebenfalls nicht überzeugen. Die Gesamtnote: 3,9.

Alle Ergebnisse finden Sie auf test.de. (xwi/rka)