Texas: Nach Kampf gegen Brustkrebs – stillende Mutter zeigt stolz ihre Narbe

© Facebook/Bo Smith

3. September 2018 - 13:39 Uhr

Junge Mutter Bo Smith verlor ihre Brust an den Krebs

Es ist ein Moment, den sie fürchtete, niemals zu erleben: Bo Smith aus Sugar Land in Texas (USA) stillt zufrieden ihren Sohn James an ihrer rechten Brust. Dort, wo früher noch ihre linke war, klafft eine große Narbe. Doch die tapfere Mutter ist stolz auf die Spuren ihres Kampfes gegen den Brustkrebs und zeigt sie der ganzen Welt in einem Post auf Facebook.

Ihre Überlebenschance betrug nur 40 Prozent

Das Foto zeigt eine frischgebackene Mutter, die liebevoll zusieht, wie ihr winziges Baby an ihrer Brust trinkt. Doch ebenso zeigt es eine Kämpferin, die schwere Zeiten hinter sich hat. Denn Bo litt an inflammatorischem Brustkrebs, einer äußerst aggressiven entzündlichen Form der Krankheit. "Meine Onkologin hielt meine Hand und sagte mir, dass meine Chance, die nächsten fünf Jahre zu überleben, nur 40 Prozent beträgt", erinnert sich die junge Frau im Interview mit der "Daily Mail" an ihre Diagnose aus dem Jahr 2015.

Bo wollte unbedingt ein Baby

Bo Smith mit ihrem Baby James
Bo Smith mit ihrem neugeborenen Baby James.
© Facebook/Bo Smith

Einen Monat zuvor hatte ihr Verlobter James Cofer um ihre Hand angehalten, sie planten bereits die Hochzeit. "Ich war am Boden zerstört. Meine ersten Worte danach waren: 'Mein Leben ist vorbei. Ich werde niemals Mutter werden.'" Doch Bo entschied sich, zu kämpfen. Sie unterzog sich einer Chemo- und Strahlentherapie, schließlich wurde ihr die linke Brust amputiert. Die intensive Behandlung verlangte der Patientin alles ab, doch sie zeigte Wirkung: Der Krebs wich zurück.

Bo Smith läutet eine Glocke in der Klinik, in der sie wegen inflammatorischem Brustkrebs behandelt wurde.
Nach monatelangem Kampf feierte Bo Smith das Ende ihrer Krebstherapie.
© Facebook/Bo Smith

Zwei Jahre später bekam Bo Smith von ihren Ärzten grünes Licht, es mit einer Schwangerschaft zu versuchen. Weil die Chemotherapie ihre Fruchtbarkeit stark geschädigt hatte, bekam sie dafür Hormone verschrieben. Und tatsächlich: Kurz vor Weihnachten 2017 kündigte sich Söhnchen James an. "Ich machte gefühlt 50 Tests, um sicher zu sein", berichtet die Mutter von dem wunderschönen Moment.

Narbe als Zeichen von Stärke

Mit ihrem Facebook-Beitrag will Bo nun anderen Frauen Mut machen: "Ich hätte niemals gedacht, dass ich diesen Tag erleben würde. Ich habe Freundinnen an der gleichen Krankheit sterben sehen und dachte, es gibt keine Hoffnung. Aber glaubt daran, es gibt sie. Hofft weiter", so ihr bewegender Appell. Ihre fehlende Brust und ihre Mastektomie-Narbe sieht die tapfere Mama als Zeichen ihrer Kraft: "Schämt euch niemals für eine Narbe. Sie zeigt nur, dass ihr stärker wart als alles, was euch verletzen wollte."