13 Milliarden Euro für hessische Unternehmen

Corona-Hilfen verhinderten Pleite-Welle

11. Juni 2021 - 17:48 Uhr

Hilfen vom großen Unternehmen bis zum Solo-Selbstständigen

Läden zu, Restaurants dicht, Messen verboten: Die Corona-Krise setzt der hessischen Wirtschaft schwer zu. Seit Beginn der Pandemie sind von Bund und Land gut 13 Milliarden Euro zur Unterstützung der Unternehmen und der Soloselbstständigen im Land geflossen.

Auch Bernd Zehner aus Taunusstein hat für sein Restaurant und einen Cateringbetrieb Hilfen in Anspruch genommen. Die aber decken die Krisen-bedingten Mehrkosten bei weitem nicht. Und eine weitere Herausforderung kostet den Gastronom Nerven, erklärt er im Video von RTL Hessen-Politikreporter Benjamin Holler.

"Geld half, die Lockdowns zu überstehen"

Die Minister Tarek Al-Wazir und Michael Boddenberg sind mit den Hilfsprogrammen in Hessen zufrieden. Wiesbaden. 11.06.2021
Die Minister Tarek Al-Wazir und Michael Boddenberg sind mit den Hilfsprogrammen in Hessen zufrieden.
© RTL, RTL Hessen, Simon Wahler

Inzwischen nehme die Wirtschaft erkennbar wieder an Fahrt auf, sagt Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir von den Grünen. "Die dritte Infektionswelle ist gebrochen, und in diesem Quartal werden wir positive Konjunkturzahlen sehen." Er aber warnt vor zu viel Lockerungen: "Eine vierte Welle können wir uns nicht leisten!"

Die Summe von 13 Milliarden Euro umfasst Zuschüsse, Darlehen, Kredite, Bürgschaften und zum größten Teil steuerliche Erleichterungen. "Das hat vielen hessischen Betrieben geholfen, die beiden Lockdowns zu überstehen", sagte Finanzminister Michael Boddenberg. Der CDU-Politiker glaubt, dass sich die Wirtschaft im Land wieder schnell erholen könne. Das hätte die Weltfinanzkrise 2008 gezeigt: "Wenige Jahre später ist die Konjunktur angesprungen, daher bin ich der Überzeugung, dass das nach Corona so sein wird."

Handelskammern fordern weitere Lockerungen

Die Hessischen Industrie- und Handelskammern fordern, staatliche Hilfen nun zurückzufahren. "Weder das Land noch der Bund können Hessens Betriebe aus der Krise führen. Das können die Unternehmen nur selbst", sagt HIHK-Präsident Eberhard Flammer. Zugleich fordert er, den Stufenplan der Landesregierung zu überarbeiten. So müssten angesichts sinkender Infektionszahlen behördliche Einschränkungen zurückgenommen werden.

(dpa/bho)

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