Versuche mit Hamstern

Studie zeigt: So wirksam schützen Masken vor Corona

Eine Studie zeigt, dass OP-Masken Schutz gegen eine Ansteckung mit dem Coronavirus bieten.
© iStockphoto, klebercordeiro

22. Mai 2020 - 10:52 Uhr

Studie mit Hamstern beweist: OP-Masken bremsen Coronaviren

Lange wurde in Deutschland über die Sinnhaftigkeit einer Maskenpflicht im Alltag diskutiert. Denn über die Frage, ob die Mund-Nasen-Bedeckungen überhaupt einen Schutz vor der Übertragung des Coronavirus bieten oder ob sie dem Träger nur ein falsches Sicherheitsgefühl vermitteln, herrschte lange Uneinigkeit. Jetzt haben Wissenschaftler der Universität Hong Kong in einer Studie mit Goldhamstern erstmals nachgewiesen, dass OP-Masken die Viren tatsächlich bremsen.

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Versuch mit Masken zeigt deutlich verringerte Ansteckungsrate

Bei der Studie wurden zwei Gruppen von Hamstern aufgeteilt und in unterschiedlichen Käfigen gehalten: Die erste Gruppe der Tiere war mit dem Coronvirus infiziert, während die andere zu Beginn der Versuchsreihe gesund war. In einem ersten Versuch, bei dem keine Masken zwischen den beiden Käfigen platziert wurden, steckten sich innerhalb einer Woche zwei Drittel der gesunden Hamster mit Covid-19 an. In einem zweiten Versuch wurden OP-Masken in der Nähe des Käfigs mit der gesunden Hamstergruppe angebracht. Hier lag die Infektionsrate nur noch bei einem Drittel. Im dritten Versuchsaufbau wurden die Masken dann näher an der erkrankten Gruppe platziert. Hier steckte sich sogar nur noch ein Sechstel der gesunden Tiere an.

Wir haben den Test gemacht: Was selbstgenähte Masken, medizinische Masken und Schals als Schutzmasken-Alternative wirklich bringen, können Sie hier nachlesen.

Studienleiter: Masken können Menschen schützen

Der Leiter der Studie, Professor Yuen Kwok-yung, wertet die Ergebnissen seines Experiments als großen Erfolg: "Unser Hamster-Experiment zeigt sehr deutlich, dass, wenn infizierte Hamster oder Menschen - egal ob asymptomische oder solche mit Symptomen - Masken tragen, sie damit andere Menschen schützen", so der Mikrobiologe. Professor Yuen Kwok-yung war Teil des Forscherteams, das im Jahr 2003 das SARS-Virus entdeckte - den Vorläufers des neuen Coronavirus, Sars-CoV-2.

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