Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen minimiert

Forscher: Wer um diese Uhrzeit einschläft, schützt sein Herz

Wann ist die beste Zeit zum Schlafengehen? Das wollen Forscher nun herausgefunden haben.
Wann ist die beste Zeit zum Schlafengehen? Das wollen Forscher nun herausgefunden haben.
© Getty Images,, Geber86

15. November 2021 - 12:31 Uhr

Weltweite die häufigste Todesursache

Weltweit sterben die meisten Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Für Wissenschaftler ist es daher besonders wichtig, Faktoren zu identifizieren, die das Risiko daran zu erkranken, minimieren. Eine neue Studie zeigt: Auch die Zeit des Einschlafens hat entscheidende Auswirkungen.

Für Männer und Frauen gibt es unterschiedliche Risiken

Ob Nachteulen oder Frühaufsteher – die meisten Menschen haben ihren Einschlafrhythmus gefunden. Doch der ist nicht zwangsläufig gesund, wie ein internationales Forscherteam jetzt herausgefunden hat. 88.000 Erwachsene haben Wissenschaftler der Universität in Exeter und anderer Forschungseinrichtungen über einen Zeitraum von sechs Jahren untersucht und dabei Erstaunliches festgestellt.

  • Wer zwischen 22 und 23 Uhr ins Bett geht, handelt sich das geringste Risiko für Erkrankungen am Herz-Kreislauf-System ein.
  • Zwischen 23 Uhr und Mitternacht steigt das Risiko laut der Wissenschaftler um zwölf Prozent, nach Mitternacht sogar um 25 Prozent.
  • Aber auch wer vor zehn Uhr ins Bett geht, tut seinem Körper keinen Gefallen. Denn für die Erwachsenen Schlafmützen steigt das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung um 24 Prozent.

Zwar sind die oben genannten Erkenntnisse das Gesamtergebnis der Studie, doch für die Geschlechter trafen sie in unterschiedlicher Gewichtung zu. So ist für Frauen das Risiko besonders hoch, wenn sie später ins Bett gehen. Für Männer hingegen, wenn sie früh die Augen zu machen.

Lese-Tipp: Einschlafprobleme? Mit diesem Tipp soll es binnen zwei Minuten klappen.

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Körper-Prozesse sind durch innere Uhr geregelt

"Der Körper hat eine innere Uhr, die auf 24 Stunden ausgelegt ist. Sie hilft dabei, körperliche und geistige Prozesse zu regeln", erklärt David Plans, Mitverfasser der Studie und Neuropsychologe in einem Statement. "Auch wenn unsere Studie das nicht beweist, können wir dennoch annehmen, dass frühes oder besonders spätes Zubettgehen diese innere Uhr durcheinanderbringt. Und das hat Nachteile für unsere Herz-Kreislauf-Gesundheit."

Für die Forscher zählt vor allem die Erkenntnis, dass Schlaf ein bedeutender Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist. Neu ist vor allem der Aspekt, dass nicht nur die Schlafdauer, sondern eben auch der Zeitpunkt des Einschlafens eine große Rolle spielt.

Wichtige Einordnung der Studie

Während die Erkenntnisse der Wissenschaftler zwar eindeutige Hinweise geben, dass die Uhrzeit des Zubettgehens direkte Auswirkungen auf das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung hat, ist dennoch die Einordnung wichtig.

Da diese Art der Erkrankungen weltweit für die meisten Tode verantwortlich sind, kann jeder Hinweis hilfreich sein, das Risiko zu minimieren. Dennoch seien viele andere Faktoren ebenfalls entscheidend. (lra)