RTL News>Gesundheit>

Stillen könnte Babys vor Asthma schützen - US-Studie liefert neue Erkenntnisse

Auch natürliche Geburten zeigen Positiv-Effekt

Stillen könnte Babys vor Asthma schützen - US-Studie liefert neue Erkenntnisse

Neugeborenes saugt an Brust der Mutter
Stillen hat bewiesenermaßen viele Vorteile für Neugeborene. Möglich ist sogar ein Schutz vor Asthma.
golubovy, iStockphoto

Stillen ist gesund für Mutter und Baby – da sind sich alle einig. Die WHO empfiehlt deswegen, dass Frauen ihrem Baby – wenn möglich – mindestens sechs Monate lang ausschließlich die Brust geben. Eine neue Studie von Forschern der Universitätsklinik in Memphis, Tennessee, liefert nun neue Hinweise darauf, dass Stillen möglicherweise das Asthma -Risiko von Kindern senkt.

Lese-Tipp: Langzeitstillen – wie lange ist eigentlich "normal"?

Beobachtungsstudie mit 2.021 Mutter-Kind-Gespannen

Die Wissenschaftler betrachteten in der im Fachmagazin „Annals of Allergy, Asthma and Immunology“ erschienenen Studie 2.021 Mutter-Kind-Gespanne. Die Mütter der vier- bis sechsjährigen Kinder berichteten den Forschern rückblickend, wie lange sie gestillt hatten, ob sie zusätzlich Beikost gegeben hatten und ob bei den Kindern eine Asthma-Erkrankung aufgetreten war. Auch die Art der Entbindung, das Geschlecht des Säuglings und Asthmaerkrankungen der Mutter wurden als Faktoren in die Studie miteinbezogen.

Von den Frauen gaben 33 Prozent an, ihr Kind bis zum zweiten Lebensmonat gestillt zu haben, 13 Prozent stillten ihr Kind bis zu vier Monate, und 45 Prozent sogar mehr als sechs Monate.

Lese-Tipp: 12 Gründe, warum Stillen so wichtig ist

Forscher beobachten 3 Faktoren, die das Asthma-Risiko senken

Bei der Auswertung der Daten zeigt sich, dass bei den Kindern ein umso größerer Schutz vor Asthma zu bestehen schien, je länger ihre Mütter sie gestillt hatten. Bei Säuglingen, die keine zusätzliche Beikost bekommen hatten, verstärkte sich diese scheinbare Schutzwirkung noch.

Zusätzlich beobachteten die Wissenschaftler: Wenn die Mutter das Kind auf natürlichem Wege – also nicht per Kaiserschnitt – geboren hatte, war das Risiko für eine Asthma-Erkrankung geringer. Diese Wechselwirkung sei jedoch „nicht signifikant“ ausgefallen, geben die US-Forscher in ihrer Beobachtungsstudie zu. (dhe)

Lese-Tipp: „Kaiserschnitt-Epidemie“: Warum gibt es immer weniger natürliche Geburten?