Komfort kostet etwas mehr

Fahrradhelme im Test: Guten Schutz gibt's für unter 50 Euro

Ein effektiver Kopfschutz ist bei Fahrradhelmen das Wichtigste.
Ein effektiver Kopfschutz ist bei Fahrradhelmen das Wichtigste.
© picture-alliance / Denkou Images

23. Juni 2021 - 15:16 Uhr

Stiftung Warentest prüft 14 Fahrradhelme

Um ihren Kopf effektiv zu schützen, müssen Radler nicht immer tief in die Tasche greifen. Doch Komfort kostet etwas mehr. Das hat die Stiftung Warentest jetzt in einem Test von 14 Fahrradhelmen zwischen 35 bis 160 Euro ermittelt. Acht Modelle schneiden "gut" und die übrigen sechs "befriedigend" ab. Das sind die Testsieger.

Preis-Leistungssieger mit bestem Unfallschutz

Die Stiftung Warentest testete in den Kategorien "Unfallschutz" (50 Prozent der Gesamtwertung), "Handhabung und Komfort" (40 Prozent), "Hitzebeständigkeit" (5 Prozent) sowie "Schadstoffe" (5 Prozent).

Der mit 45 Euro zweitbilligste Helm "Fischer Urban Plus" (Note 2,4) ist "gut" und bietet sogar den besten Unfallschutz (gut). In diesem Punkt schneiden noch vier weitere der insgesamt guten Modelle gut und drei befriedigend ab. Einige der Tests seien strenger, als es die Prüfnorm für Fahrradhelme vorsehe, so die Tester.

Die Größe lasse sich beim zweitbilligsten Modell nur schwer anpassen. Es sei aber wichtig, dass der Helm zum Kopf passe. Im Blick auf Handhabung und Komfort schneidet dieser als einziger der mit "gut" bewerteten Helme daher befriedigend ab. Die anderen so benoteten Helme zeigen sich in dieser Kategorie gut, zwei sogar sehr gut.

Die besten Fahrradhelme über 100 Euro

Auf dem ersten Platz liegt der "Uvex City i-vo Mips"* für 120 Euro (Note 1,8), gefolgt vom "Alpina Haga LED"* (1,9) und dem "Nutcase Vio Mips LED"* (2,1) für je 160 Euro.

Das zweitbilligste Modell mit "gut" ist für 60 Euro der "Specialized Align II" (2,1). Der billigste Helm bildet das Schlusslicht, zeigt sich aber "befriedigend" (2,9). Alle Helme schützen laut Stiftung Warentest wirksam vor Kopfverletzungen. Jeder Helm sei besser als keiner.

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Einige Modelle bieten ein Multi-Directional Impact Protection System (Mips). In bestimmten Aufprallsituationen soll es Rotationskräfte auf das Gehirn minimieren. Dazu gibt es an der Innenseite des Helms eine Schale aus Kunststoff, die sich unabhängig bewegt. Bei den Tests zeigte sich, dass Mips aber keine Voraussetzung für einen guten Helm sein muss. Manche Modelle schützen auch ohne gut vor Verletzungen des Kopfes, manche Modelle schneiden hier nur befriedigend ab.

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Airbag-Kopfschutz: Beste Sicherheit

Außer Konkurrenz wurde ein sogenannter Airbag-Kopfschutz getestet. Dieses Modell wird wie ein Schal getragen und kann plötzliche Beschleunigungen etwa bei einem Sturz registrieren. Dann plustert es sich blitzschnell auf und umschließt den Kopf wie eine Haartrockenhaube. Das Modell bekam bessere Noten bei der Sicherheit als alle anderen.

Allerdings schreiben die Tester, dass es sich nicht in allen Situationen rechtzeitig öffnen könne. Etwa wenn sich eine Tür vom Lastwagen in Kopfhöhe plötzlich öffnet oder ein Ast den Kopf des Radlers trifft - also bevor die Sensoren eine Beschleunigung registrieren können. (dpa/rka)

Alle Testergebnisse gibt's auf der Website der Stiftung Warentest.

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