2019 M01 31 - 13:59 Uhr

Qualität muss nicht teuer sein

Mehr als ein Kilogramm Honig verspeisen die Deutschen durchschnittlich pro Kopf und Jahr. Doch obwohl für die Herstellung des Bienengoldes strenge Regeln gelten, schneiden im aktuellen Test zehn von 36 Sorten mit "mangelhaft" ab. Die gute Nachricht: Guten Honig gibt es dafür schon für wenig Geld.

Nicht alle entsprechen den Standards

Die deutsche Honigverordnung schreibt vor, dass Honig bei der Entnahme aus den Waben reif sein muss, der Imker ihm nichts entziehen oder hinzufügen und der Wassergehalt höchstens 20 Prozent betragen darf. Zudem darf er zum Schutz der Enzyme nicht zu stark erhitzt werden. Auch die Vorgaben für Sortenhonige, etwa Akazien- oder Lindenhonig, sind klar – doch nicht alle untersuchten Produkte werden ihnen gerecht.

Getestet wurde nach verschiedenen Kriterien. Dazu gehören unter anderem das sensorische Urteil, also Geruch und Geschmack, die Analyse der enthaltenen Pollen, Grundmerkmale wie der Wassergehalt und kritische Stoffe wie Pflanzenschutzmittel.

Viele Discounter-Honige gut bewertet

Unter den mit "gut" bewerteten Honigen finden sich auch Produkte von Discountern wie Aldi oder Lidl. Sieben der schlechter bewerteten Honige wurden zu stark erhitzt, viele wiesen zu wenig von den Pollen auf, mit denen sie beworben werden. Kritische Stoffe wurden zwar in jedem dritten Honig nachgewiesen – allerdings in geringen Dosen. Nur der deutsche Mischblütenhonig von Fürsten-Reform war deutlich mit dem Pflanzenschutzmittel Glyphosat belastet und bekam daher nur in diesem Bereich nur ein "ausreichend".

Drei Top-Honige

  • Lidl Maribel Cremiger Blütenhonig streichzart (Note: 2,0/ 4,60 Euro pro Kilo)
  • NektarQuell Bienenhonig cremig streichfest (Note: 2,0/ 4,60 Euro pro Kilo)
  • Aldi Nord Wald Honig (Note: 2,3/ 6,00 Euro pro Kilo)

Drei Flop-Honige

  • Langnese Flotte Biene Wildblütenhonig (Note: 5,0/ 10,60 Euro pro Kilo)
  • dm Bio Akazienhonig mild & lieblich (Note: 5,0/ 12,70 Euro pro Kilo)
  • Breitsamer Honig Lindenhonig aus Deutschland fein-würzig (Note: 5,0/ 25,40 Euro pro Kilo)

Mehr zu den getesteten Produkten und den Testkriterien finden Sie auf der Website der Stiftung Warentest.