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"Stiftung Warentest" checkt Spielschleim für Kinder – mit erschreckenden Ergebnissen

So geht komplett ungefährlicher DIY-Schleim
So geht komplett ungefährlicher DIY-Schleim Man kann ihn sogar essen! 00:54

Klebriges und ungesundes Slime-Zeug?

Zähflüssig, glibberig – und ein bisschen eklig: Klar, dass Kinder es lieben, mit dem bunten Schleim aus den kleinen Töpfchen zu spielen. Doch jetzt sind Experten der "Stiftung Warentest" besorgt. Denn alle analysierten Spielschleime setzen mehr gesundheitsschädliche Borsäure frei als erlaubt.

Zu viel Borsäure kann Magen-Darm-Probleme auslösen

Spielschleim aus der Packung (auch als Slime bekannt) ist bei Kindern der Renner. Dabei lässt sich Slime auch ganz leicht und völlig unbedenklich aus Marshmallows selbst machen. Im Video zeigen wir Ihnen, wie das geht. Und dass die selbstgemachte Variante eine gute Idee ist, beweisen die aktuellen Testergebnisse der "Stiftung Warentest".

Denn alle getesteten Spielschleime setzten doppelt bis dreifach so viel Borsäure frei, wie für Kinderspielzeug erlaubt ist. Borsäure verleiht dem Schleim die klebrige Konsistenz. Doch in zu hoher Konzentration ist sie giftig, kann Durchfall, Erbrechen und Krämpfe hervorrufen und schränkt die Fruchtbarkeit sowie die Embryonalentwicklung ein. Daher wurde Borsäure von der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) als "reproduktionstoxisch" eingestuft.

Alle getesteten Schleim-Sorten fielen durch

Getestet wurden fünf verschiedene Spielschleim-Sets, die über den "Amazon Marketplace" von chinesischen Herstellern gekauft wurden. Andere Produkte wurden in der Vergangenheit wegen der hohen Borsäure-Konzentration bereits vom Markt genommen. Bei internationalen Tests fielen 16 von 33 Schleimen durch. Auch wenn die nun getesteten Produkte nicht in deutschen Läden gekauft wurden, sollten Eltern sich der Gefahr bewusst sein – und besser auf den garantiert ungiftigen DIY-Schleim ausweichen.

Übrigens: Nachdem "Stiftung Warentest" Amazon mit den Ergebnissen konfrontierte, wurden die entsprechenden Produkte aus dem Angebot genommen. Die kompletten Testergebnisse finden Sie auf Test.de und in der November-Ausgabe des Test-Magazins.

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