Städteranking 2021

Das sind die 10 besten Städte Deutschlands

Erlangen liegt beim Städteranking hinter München auf dem zweiten Platz.
Erlangen liegt beim Städteranking hinter München auf dem zweiten Platz.
© picture alliance, B. Gierth

18. November 2021 - 15:38 Uhr

Metropolen verlieren Einwohner

In welchen Städten lebt es sich besonders gut? Untersucht wurden vor allem die Lebensqualität, Wirtschaft, Arbeits- und Immobilienmarkt. Das Ergebnis: Die meisten Top-Städte befinden sich im Süden Deutschlands, es gibt aber auch im Norden zumindest eine Überraschung. Die Studie hat aber auch ergeben: Die Anziehungskraft von Metropolen hat sich in der Corona-Pandemie abgeschwächt.

„Die Menschen zieht es zunehmend ins Umland "

Von den sieben größten Städten in Deutschland verloren die vier Metropolen Düsseldorf, Köln, Stuttgart und Berlin in Zeiten von Lockdowns und Home-Office im Corona-Jahr 2020 Einwohner gegenüber 2019. Manche kleineren und mittleren Großstädte punkten dagegen mit wirtschaftlicher Dynamik, wie aus der veröffentlichten Untersuchung von IW Consult in Zusammenarbeit mit dem Internet-Portal Immobilienscout24 und "Wirtschaftswoche" hervorgeht.

"Die Menschen zieht es zunehmend ins Umland und in kleinere bis mittlere Großstädte, die vor allem mit ihren Grünflächen, einer hohen Lebensqualität und einer guten Infrastruktur überzeugen können", erläuterte Ralf Weitz, Geschäftsführer von ImmoScout24. Von 2015 bis 2019 waren die Einwohnerzahlen der sieben Metropolen Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf den Angaben zufolge noch durchschnittlich um 2,2 Prozent gewachsen.

Als Ursachen für den Rückgang im Corona-Jahr 2020 nennt die Studie die gebremste Wanderung innerhalb Deutschlands und eine geringere Zuwanderung aus dem Ausland im Vergleich zum Vorjahr. Zugleich hätten sich die Wohnpräferenzen vieler Menschen durch die Pandemie verschoben.

Top 10 im Städteranking 2021

Wenig Bewegung gab es bei dem jährlichen Ranking allerdings bei der aktuellen Wirtschaftskraft der 71 kreisfreien Großstädte. München lag das neunte Mal in Folge an der Spitze. Die bayerische Landeshauptstadt punktete unter anderem mit der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt, Lebensqualität und der Wirtschaftsstruktur.

Auf Grundlage der Studie hat die "Wirtschaftswoche" folgende 10 Städte zu den besten Deutschlands gekürt:

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  1. München
  2. Erlangen
  3. Ingolstadt
  4. Stuttgart
  5. Frankfurt am Main
  6. Wolfsburg
  7. Ulm
  8. Darmstadt
  9. Heilbronn
  10. Regensburg

München konnte Dank großer Unternehmen punkten. Weltweit agierdne Firmen wie Siemens oder BMW garantieren hochbezahlte Jobs.

Am unteren Ende rangierten die Ruhrgebietsstädte Herne (69) Duisburg (70) und Gelsenkirchen (71). Verglichen wurden 51 verschiedene Indikatoren aus Arbeitsmarkt, Wirtschaft, Lebensqualität und Immobilienmarkt.

Berlin hat die besten Entwicklungspotenziale

Bei Berlin sieht die Studie dagegen die besten Entwicklungspotenziale. "Die Stadt hat sich viele Vorteile erarbeitet, darunter eine exzellente Forschungslandschaft und Hochschulen. Sie ist zugleich Standort vieler Start-ups, die digitale Geschäftsmodelle bauen", sagte Studienautor Hanno Kempermann von IW Consult. Die Bundeshauptstadt landete nach 2019 wieder auf Rang eins bei der Dynamik während sie beim Niveauranking nur Platz 41 belegte.

Vor allem einige kleinere und mittlere Großstädte entwickelten sich den Angaben zufolge dynamisch. So belegte beispielsweise Heilbronn im Dynamikranking Rang zwei, während die benachbarte Metropole Stuttgart nur auf Platz 40 landete. Dortmund, Freiburg, Kiel und Potsdam machten jeweils große Sprünge nach oben und schafften es in die Top Zehn. Die Neuaufsteiger punkteten den Angaben zufolge vor allem mit hoher Lebensqualität und einem starken Immobilienmarkt. Leipzig machte fünf Plätze gut und landete auf Rang drei.

Im Nachhaltigkeitsindex der Studie kamen mit Wolfsburg auf Rang eins, Ingolstadt auf Platz drei und Stuttgart auf Rang sieben auch dieses Jahr wieder drei Autostädte unter die Top Zehn. Der Index umfasst ökonomische, ökologische und soziale Kriterien. Berücksichtigt wurden unter anderem die installierte Solarleistung pro Kopf und die Versorgung mit Elektrotankstellen. (dpa/aze)