Im RTL/ntv "Frühstart"

SPD-Generalsekretär Kühnert ruft zum Energiesparen auf

SPD-Generalsekretär ruft zum Energiesparen auf Frühstart Kevin Kühnert
06:09 min
Frühstart Kevin Kühnert
SPD-Generalsekretär ruft zum Energiesparen auf

30 weitere Videos

von Thomas Berding

Wegen der Kältewelle sinken die Füllstände der Gasspeicher so schnell wie noch nie in dieser Heizperiode. Kevin Kühnert macht sich bereits Sorgen, dass Deutschland gut durch den Winter kommt. Der Verbrauch sei dafür im Moment zu hoch, so der SPD-Generalsekretär im RTL/ntv Frühstart. „Wir dürfen jetzt nicht den Schlendrian in dieser Phase des Winters einkehren lassen.“

+++ Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus finden Sie in unserem Live-Ticker auf RTL.de +++

"Der Verbrauch ist im Moment zu hoch"

Vor wenigen Wochen hieß es noch, Deutschland komme gut durch den Winter, doch inzwischen sinken die Füllstände der Gasspeicher schneller als sie sollten. Wegen der Kältewelle haben viele ihre Heizungen voll aufgedreht. Zu weit, meint SPD-Generalsekretär Kühnert. „Wir haben immer gesagt, wir dürfen nicht bei null in den Füllständen aus dem Winter rausgehen, sondern sollten bei 30 bis 40 Prozent rausgehen. Und dafür ist der Verbrauch im Moment zu hoch.“ Zwar ist der Dezember bisher sehr kalt, auch überdurchschnittlich kalt, „aber auch temperaturbereinigt verbrauchen wir im Moment zu viel. Und es ist an uns allen, auch jetzt über die Feiertage nochmal ein bisschen mehr Mühe uns dabei zu geben, so schwer es auch fällt,“ so der SPD-Politiker heute im RTL/ntv Frühstart. Kühnert fordert die Bürger auf, das Sparziel beim Gas nicht aus den Augen zu verlieren. Über den gesamten Winter müssen 20 Prozent Gas eingespart werden. „Viele sind für sich persönlich schon am Limit, andere sind es deutlich noch nicht. Und deswegen müssen manche, die sehr hohe Verbrauche haben, jetzt wirklich auch ein bisschen aus ihrer Komfortzone versuchen herauszukommen. Wir haben in den letzten Monaten große Sparanstrengungen schon gehabt und dürfen jetzt nicht den Schlendrian in dieser Phase des Winters einkehren lassen.“

Kühnert will Twitter weiter meiden

Der SPD-Generalsekretär hatte den Nachrichtendienst vor einigen Monaten verlassen. Zurückkehren will er nicht. „Nein, würde es nicht tun. Twitter ist kein demokratischer Debattenort. Alles, was wir als Gesetzgeber von Plattformen verlangen zur Einhaltung von Diskussionskultur und gutem Umgang miteinander, das setzt Twitter nachweislich nicht durch. Und einen solchen Ort sollte man dann auch konsequent meiden.“

Twitter-Chef Elon Musk hatte über seinen Rücktritt abstimmen lassen. Rund 17,5 Millionen Twitter-Nutzer hatten an der Umfrage teilgenommen. 57,5 Prozent votierten für Rücktritt. Kühnert glaubt aber nicht, dass sich bei Twitter dadurch viel verändern wird. „Ich würde da jetzt mal nicht zu viel Euphorie reinstecken. Elon Musk bleibt ja selbst wenn er jetzt doch zurücktreten sollte, der Mehrheitseigner von Twitter. Das heißt, er kann auf die wesentlichen Geschäftsentscheidungen weiterhin maßgeblich Einfluss nehmen.“ Der Twitter-Chef hatte angekündigt, er werde sich an das Ergebnis halten. Schon zuvor hatte er den Verkauf von Tesla-Aktien zur Abstimmung gestellt. „Er ist ein Meister der Inszenierung, aber er wird sicherlich seine Machtposition in diesem Netzwerk nicht mehr hergeben“, so der SPD-Politiker.