SPD-Politiker erwartet mehr Corona-Ausbrüche nach den Ferien

Sorge um Kinder: Lauterbach fordert bundesweit mehr Tests an Schulen

Gesundheitsexperte der SPD, Karl Lauterbach, sorgt sich um Infektionen bei Schulkindern
Gesundheitsexperte der SPD, Karl Lauterbach, sorgt sich um Infektionen bei Schulkindern
© deutsche presse agentur

25. Oktober 2021 - 9:15 Uhr

Sinkende Temperaturen und geschlossene Räume

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach warnt vor stark steigenden Corona-Infektionszahlen bei Kindern und fordert eine bundesweit einheitliche, verstärkte Test-Strategie. Auch in Betrieben und Restaurants befürchtet er mehr Ausbrüche.

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"Dreimal in der Woche testen"

"Wir werden nach den Herbstferien deutlich mehr Ausbrüche in den Schulen erleben, weil die Kinder nicht mehr lange lüften können", sagte er mit Blick auf den heranziehenden Winter dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Auch in den Betrieben wird es Ansteckungsketten geben. Dasselbe gilt für Bars und Restaurants. Wir haben einen kontinuierlichen Anstieg zu erwarten."

Lauterbach schlug folgendes Vorgehen an Schulen vor: "Dreimal in der Woche testen, das wäre mein Vorschlag, morgens mit Antigen-Tests, weil diese die vorherrschende Delta-Variante sehr zuverlässig erfassen." Dazu solle es fünf Testtage hintereinander für Kontaktpersonen von Infizierten geben. "So könnten wir die unkontrollierte Pandemie an den Schulen praktisch beenden." Ihm täten die Kinder leid, die jetzt dem Long-Covid-Risiko ausgesetzt seien.

Die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, meinte: "Bundesweit betrachtet sind die Schulen in diesem Herbst in Sachen Gesundheitsprävention besser aufgestellt als vor einem Jahr, die Impfquote unter den Beschäftigten in den Schulen ist außerordentlich hoch." Sie kritisierte aber, dass viele Schulen immer noch nicht mit Luftfiltern ausgestattet seien. "Hier herrscht dringender Handlungsbedarf". (dpa/jar)