Sonnenspray soll schuld sein: Kyla (1) erleidet Verbrennungen zweiten Grades

13. März 2018 - 13:21 Uhr

Geschwollene Augen und aufgeplatzte Hitzeblasen

Die kleine Kyla (1) schaut müde und geschafft in die Kamera. Ihr Gesicht ist knallrot und von großen Blasen und Brandwunden übersät. Das kleine Mädchen aus Hamilton (Kanada) hat Verbrennungen zweiten Grades, nachdem ihre Mutter Rebecca Cannon es mit einem Sonnenspray mit Lichtschutzfaktor 50 eingesprüht hat. Wie kann das sein?

Warnung für andere Eltern

​Das Foto ihrer Tochter, das die Mutter auf ihrer Facebook-Seite gepostet hat, ist wirklich erschreckend. Schuld an den Verbrennungen des Mädchens soll das Sonnenspray selbst sein. Viele Eltern berichten unter dem Bild bei Facebook von ihren negativen Erfahrungen mit dem Sonnenspray der US-Marke 'Banana Boat'. Der Hersteller selbst hat laut 'CBC News' schon angekündigt, den Sonnenschutz nochmals zu überprüfen. Laut Ärzten könnte eine Allergie gegen die Inhaltsstoffe des Sprays Schuld an Kaylas Verbrennungen sein. Wie die Mutter der kleinen Kyla auf die schlimmen Verbrennungen reagiert hat und wie das Mädchen heute aussieht, sehen Sie im Video.

In Deutschland ist das Spray nur online erhältlich. Trotzdem könnte das schreckliche Bild auch für Mütter in Deutschland nochmal eine Erinnerung daran sein, wie wichtig der richtige Sonnenschutz ist. Viele vergessen, dass Kinder erst noch ein Schutzschild auf der Haut entwickeln müssen und deshalb besonders empfindlich sind.

Das schützt Kinder in der Sonne:

Um Ihr Kind vor schlimmen Verbrennungen zu schützen, hier noch einmal die wichtigsten Infos im Überblick:

- Verwenden Sie bei einer Sonnencreme für Ihr Kind mindestens Lichtschutzfaktor 30. Wichtig hier: Sie sollte nicht nur vor UVB sondern auch vor UVA schützen. Denken Sie auch daran, dass das Kind mehrmals täglich eingecremt werden muss. Sonnensprays werden von Ärzten nicht empfohlen, da viele Eltern sie nicht richtig anwenden und sie folglich nicht richtig schützen. 

- Testen Sie eine neue Sonnencreme immer an einer kleinen Stelle auf dem Körper Ihres Kindes, um herauszufinden, ob es dagegen allergisch ist.

- Generell gilt: Der beste Sonnenschutz ist lange Kleidung: Lange, dichte Kleidung für Kinder im Sommer hört sich vielleicht erst einmal viel zu warm an, schützt das Kind aber vor jeglicher Gefahr. Ob die Kleidung geeignet ist, weiß man, wenn man den Stoff in die Sonne hält. Helle Farben sind dabei kühler.

- Setzen Sie Ihr Kind niemals direkter Sonne aus, besonders zur Mittagszeit. Auch im Schatten sollte das Kind immer einen Sonnenhut tragen. Auch Sonnenbrillen sind eine gute Idee, wenn das Kind schon groß genug ist.

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