UV-Schutz am Steuer?

Sonnenbrand im Auto: Kann die Haut durch Autoscheiben verbrennen?

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18. Juli 2019 - 14:27 Uhr

Was Sie beim Autofahren in der Sonne beachten müssen

Muss man sich vor einer Autofahrt eincremen? Oder bieten Autoscheiben einen Schutz vor gefährlichen Sonnenstrahlen? Experten sind sich sicher: Einen kompletten Schutz vor UV-Strahlen gibt es im Auto nicht. Allerdings wirkt das Glas auch nicht wie eine gefährliche Lupe, die Hautschäden verursacht. Was Sie vor einer Fahrt wissen sollten: Autofenster haben spezielle Filter, die zwischen der UV-A- und UV-B-Strahlung unterscheiden. Und genau das kann trügerisch sein.

Hautalterung auch ohne Sonnenbrand

Wer kennt es nicht: Während einer Autofahrt fallen Sonnenstrahlen auf den Arm. Und wer sich vorher nicht richtig eingecremt hat, hat einen Nachteil. Denn die Scheiben filtern zwar die für Sonnenbrand verantwortliche UV-B-Strahlung, die Hautschäden verursacht. Einen Sonnenbrand bekommt man also nicht. Aber die UV-A-Strahlen, die für die Hautalterung und sogar für Hautkrebs verantwortlich gemacht werden können, landen ungehindert auf Ihrer Haut. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt, sich auf längeren Autofahrten gut einzucremen. Denn auch, wenn wir uns nicht verbrennen, wird unsere Haut auf unsichtbare Art und Weise geschädigt.

Mit UV-Folien das Auto nachrüsten

Die Experten weisen darauf hin, dass die meisten Windschutzscheiben zwar vor beiden Strahlenarten schützen, aber die Seitenscheiben eben nicht. Daher sollten Sie, wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, mit UV-Folien nachrüsten. Diese filtern beide Strahlenarten heraus. Auch Scheibenrollos kommen in Frage. Doch Vorsicht: Solche Schutzmaßnahmen dürfen das Sichtfeld des Fahrers nicht behindern. Das bedeutet, dass sie nicht an den vorderen Seitenscheiben, sondern nur hinten angebracht werden dürfen.